Berichte

Seniorenkaffeetrinken

Auch einfach mal gemütlich klönen, muss mal sein. So geschehen beim diesjährigen Seniorenkaffeetrinken der Landfrauen Land Wursten und Umgegend. Das Ganze natürlich bei Kaffee und selbstgemachter Torte und Schnittchen.

Neu war der Wunsch, doch auch außerhalb der Adventsfeier mal wieder gemeinsam zu singen. Begeistert sangen so auch alle die bekannten Lieder über Lili Marleen, die klappernde Mühle am rauschenden Bach und andere. Für den Vorstand und die zahlreich erschienenen Ortsvertrauensfrauen sicherlich teilweise eine ungewohnte Erfahrung. 

Danach ergab sich dann wieder ausgiebiger Gesprächsstoff, so dass es ein recht langer und vergnüglicher Nachmittag wurde.

Eröffnungsabend

Traditionell eröffneten die Landfrauen ihre Saison mit einem Fischessen in der Strandhalle in Dorum. Der Raum wurde geschmackvoll herbstlich geschmückt von den Midlumer Landfrauen. Herzlichen Dank!

Dazu passend gab es leckere Scholle mit Kürbis - Zucchini Gemüse. Superintendent a.D. Siegfried Bochow trug zum Thema Martin Luther und die Wartburg - Martin Luther und die Sprache vor. Jeder der glaubte, vieles zu wissen, konnte auch hier noch etwas dazulernen. So erfuhren wir, dass alle bildungsmäßig und kulturell bedeutenden Städte der damaligen Zeit wie Jena und Meißen entlang der heutigen Bundesstraße 7 lagen. Auch der Umfang, in dem Luther auch noch unsere heutige Sprache prägt, erstaunt. Dazu gehören Redewendungen wie Perle vor die Säue werfen oder ein Buch mit sieben Siegeln. Auch das Wort Pfaffe hat durch Luther seine negative Bedeutung gewonnen und bis heute erhalten.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Spendenübergabe  an Thomas Koch von der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Wurster Nordseeküste. Volle 1000 Euro konnten die Landfrauen aus dem Erlös des Kuchenverkaufs von der Eröffnung der Deichschutzhalle in Paddingbüttel übergeben.

Auch Elpida konnte sich über eine Spende freuen. Die entstand aus den Überschüssen aus dem Sommerabend mit Hut und dem Verzicht von Herrn Bochow auf sein Vortragshonorar. Spontan packte der Inhaber der Strandhalle Herr Aggelidis noch 100€ obendrauf, so dass sich eine Gesamtspende von 800€ ergab.

Kein Wunder, dass sich alle Gäste ausgesprochen wohlfühlten!

Einweihung der Küstenschutzhalle

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 02.09.2017 die neue Küstenschutzhalle eingeweiht. Gleichzeitig feierte der Deichverband sein 50 jähriges Jubiläum. Wir natürlich mittendrin mit unseren LandFrauen. 50 Landfrauen aus ganz Land Wursten und Umgegend hatten zu diesem Zweck Torten gebacken, die weggingen wie nix. Die Vielfalt ließ keine Wünsche offen. Der Dank wurde uns sogar schriftlich auf einer Tischdecke ausgesprochen!

Sommerabend mit Hut

Am 23.08.2017 starteten wir mit einem ganz neuen Programmpunkt unseres Sommerprogramms: Sommerabend mit Hut. Und es war auf Anhieb ein voller Erfolg! Wir LandFrauen mutierten innerhalb kürzester Zeit zu LandDamen. Die Vielfalt der Hüte konnte fast mit Ascot mithalten. Auch unsere leichten Bauchschmerzen bzgl. möglicher 20 Nudelsalate und 10 Kartoffelsalate verflüchteten sich schnell. Und auf sage und schreibe 15m bog sich das Mitgliederbuffet mit allerfeinsten Sommerspeisen. Für den musikalischen Rahmen sorgten Hannes und Olaf vom Duo Röhrkohl.

Eine rundum gelungene Party!

Spendenübergabe

Mittwoch, den 16.08.2017 konnten wir die Einnahmen aus unserem Pflanzenflohmarkt im April den Leiterinnen der Jugendfreizeitstätten der Gemeinde Wurster Nordseeküste übergeben. Unsere Vorsitzende Renate Lübs lobte die angebotene Hilfe in den Jugendfreizeitstätten, die Ablenkung vom Alltag und das Vorleben von Werten. Vor allem sei dort niemand allein.

Von der hervorragenden Arbeit der Freizeitstättenleiterinnen konnten wir uns bei leckerem Kaffee und Kuchen im Café MiKaDo im Dorumer Gemeindehaus überzeugen.

Stammtisch

Heute konnten wir im Biergarten von Riehl's Garten sitzen. Aber auch in der Gaststube: Beim Stammtisch jeden zweiten Donnerstag im Monat gibt es immer viel zu erzählen!

Fahrt zu Emsflower in Emsbüren

Die Kühe schliefen noch auf der Weide, als wir zu Emsflower, Europas größter Gärtnerei für Beet- und Balkonpflanzen, aufbrachen. Die Firma besitzt 64 ha Gewächshäuser und liefert im Jahr 500 Millionen Pflanzen an Discounter und Baumärkte. Daneben werden Pflanzen von Züchtern getestet. Emsbüren ist nicht der einzige Standort der Firma. Die Mutterpflanzen für Chrysanthemen und Geranien wachsen in Gewächshäusern in 1400 m Höhe in Tansania. Die Steckpflanzen werden per Flug nach Deutschland transportiert.

Im Besucherzentrum konnten wir nicht nur sehen, wie Tomaten, Gurken, Auberberginen und mehr zumeist auf Kokos wuchsen und von Hummeln bestäubt wurden. Wir erfuhren auch, dass Hummeln intensiver bestäuben als Bienen und Tomatenpflanzen bis zu 15 m pro Jahr wachsen. Neben Kokos wird auch Steinwolle als Trägermaterial genutzt. Seit neuestem versucht man es auch mit Holzfasern. Den Pflanzen wird auf 18 Grad vorgewärmtes Wasser mit Nährstoffen zugeführt. Da das Kokosmaterial keine Nährstoffe speichert, lässt sich das ganz genau steuern. Die Schädlingsbekämpfung erfolgt biologisch mit Nützlingen. Die Tomaten konnten natürlich direkt vor Ort probiert werden.

Neben dem Tropenhaus, hat besonders das Schmetterlingshaus mit leuchtend blauen, rotgefleckten und gelben Schmetterlingen beeindruckt. Jede Woche wird ein Karton mit Schmetterlingspuppen aus Malaysia und Tansania geliefert. Im sogenannten Puppenhaus hingen die Puppen und erste Schmetterlinge waren geschlüpft.

Auch die Pflanzenproduktion konnten wir von einem stählernen Aussichtssteg aus genau beobachten, z.B. die Transportwagen, die per Induktionsschleife fahrerlos zum Ziel gesteuert wurden, die automatischen Beregnungsmaschinen, die Mitarbeiter, die die Maschine zum Pflanzen der Setzlinge in Töpfe fütterten und die Roboter, die Stecklinge in Töpfe steckten. Nachmittags ging es in Lingen auf eine Bootsfahrt bei Kaffee und Kuchen auf der Ems. Die Flusslandschaft, die auch zum Radfahren und Spazierengehen einlädt, haben viele sicherlich nicht zum letzten Mal besucht. 

Ausflug nach Leer mit Besichtigung der Firma Bünting

Pünktlich um 9.00 Uhr fuhren wir am Besucherzentrum der Firma Bünting Tee vor und wurden in einen modernen Tagungsraum geleitet. Vier Männer waren von nun an drei Stunden für das Wohl und Wehe der Landfrauen zuständig. Es startete mit einem Vortrag und Filmen zum Unternehmen. Mit Erstaunen nahmen wir zur Kenntnis, dass der Tee nur 2% des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmache. Das Gros wird durch die Einzelhandelsketten wie Combi, Famila u.a. beigesteuert. Auch einen Internetlebensmittelversand deutschlandweit gibt es inzwischen. Sogar Eis soll als Eis und nicht als Milchbrei beim Verbraucher ankommen. Vielleicht teste ich das mal. Johann Bünting startete 1806 mit einem Ladenlokal in Leer. Bis heute ist das Unternehmen rein in Familienhand. Es folgte eine Führung durch die gläserne Produktion, wo wir das Abpacken des Tees in Tüten für losen Tee und in Teebeutel, die übrigens bei Bünting keine Heftklammern haben, anschauen konnten.

Dann ging es mit zwei leuchtend gelben Bähnchen ins Hochregallager, in dem die Bestellungen für die einzelnen Märkte zusammengestellt und verladen werden. Eine Besonderheit ist die Kommissionierung auf LKW Ladeböden, die fix und fertig hochgezogen und zwischengelagert werden können bis der LKW kommt. Dann wird der Boden nur noch auf die Ladefläche geschoben. Zwischenzeitlich wurde es mal kühl, als wir durch das Frischwarenlager fuhren. Dann mussten wir absteigen, um das Tiefkühllager sehen zu können. Gut vorbereitet hatten wir der Ankündigung entsprechend unsere festen Schuhe und Jacken an und stiegen erwartungsfroh die Treppen hoch. Pustekuchen! Geführt wurden wir in einen wohltemperierten Raum, von dem aus wir aus unserer erhöhten Position das Geschehen im Lager beobachten konnten. Amüsiert ging es zurück ins Besucherzentrum zu Tee und frisch gebackenem Kuchen und der Möglichkeit Tee im Shop zu erwerben, von der reichlich Gebrauch gemacht wurde.

So bot Tag viele neue Erfahrungen. Dass Landfrauen hart im Nehmen sind, zeigte sich beim Mittagessen. Der Boden eines Weizenbierglases sprang ohne ersichtlichen Grund ab und der gesamte Inhalt ergoss sich auf Tisch, Kleidung und Handtasche. Ich hätte diese Ruhe nicht bewahrt. Wir haben wirklich mit der Betroffenen gefühlt.

Anschließend besichtigten wir das Teemuseum und erkundeten die gemütliche Innenstadt Leers mit der Fußgängerzone, den schönen alten Häusern und der Promenade entlang des Hafens. Und das alles bei allerschönstem Wetter. 

Frauenfrühstück

Am Samstag, den 25.03.2017 hatten wir unser traditionelles Frauenfrühstück in Riehl´s Garten in Cappel.

Der Morgen startete nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Renate Lübs mit einem ausgiebigen und umfangreichen Frühstück.

Wie es manchmal so ist, ist auch in diesem Jahr unsere Vortragende wegen Krankheit ausgefallen.

Auch dieses Mal konnten wir mit unserem „Ersatz“ einen fulminanten Erfolg verbuchen.

Direkt aus Joldelund kam unser Bäckermeister Daniel Lorenzen, der uns nicht etwa neue Rezepte verriet, sondern von seinen dreieinhalb Jahren auf der Walz berichtete.

Für mich wäre wahrscheinlich am schlimmsten, das Handy zu Hause lassen zu müssen.

Ca. 140 Frauen fühlten mit Daniel Lorenzen, als er beschrieb, wie er aus seinem Heimatort abgeholt wurde. Sie schauderten bei dem äußerst anschaulichen Bericht über das Ohrlochstechen.  Hierbei wird der Geselle wortwörtlich festgenagelt, mindestens drei Jahre und einen Tag auf der Walz zu verbringen. Das Ohrloch wird nämlich geschlagen. Das Wort Schlitzohr hat hier seinen Ursprung. Denn wer die Regeln nicht befolgt,....

Auch den Begriff EC – Hotel hatten wir noch nie gehört. Neu war uns auch, dass man mit der Gesellenkluft auch in der Wiener Staatsoper korrekt gekleidet ist.

So reisten wir gedanklich in die Arabischen Emirate, nach Australien und Neuseeland und wieder zurück durch Europa.

Daniel Lorenzen hatte viel von der Walz, auf die sich im übrigen nicht nur Männer begeben, zu erzählen.  Aber das wollen wir nicht vorwegnehmen.

Am Schluss erhielt er standing ovations. Muss ich mehr sagen?

Blieb nur noch die Dekoration unserer bewährten Dekorateurinnen. In diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Hasen und Osterglocken. Die ging weg wie nichts. 

Impressionen

LVM Wursten Jahreshauptversammlung 2017

Die diesjährige Jahreshauptversammlung startete mit einem leckeren Imbiss im Restaurant „Zum grünen Walde“ in Nordholz. Um der großen Anzahl der erschienenen Landfrauen gerecht zu werden, gab es eins der Highlights des Restaurants, den Hamburger vom Niederungsrind aus der Region, in neu arrangierter Form. Auf einem Glasteller war der Bratling neben einem bunten Salat geschmackvoll angerichtet. Dazu gab es Briochebrot mit Avocadocreme und Barbequesauce. 

 

Es folgte die Jahreshauptversammlung, in der die einzelnen Vorstandsmitglieder aus ihren Bereichen berichteten und von den Mitgliedern entlastet wurden.

 

Geehrt wurden:

 

Marie – Luise Wolters für 60ig jährige Mitgliedschaft,

Helga Stürtz für 50ig jährige Mitgliedschaft,

Rita Siebers, Karin Lilienthal, Elsa von Lehe, Helga Klenck, Anita Hartstock, Hilke Eits und Elfriede Ahrens für 30ig jährige Mitgliedschaft.

 

Als neue Mitglieder begrüßt wurden:

 

Inge Petrick, Ursula Neumann, Martina Itjen, Waltraud Ricker, Marion Wazynski, Sabine Lorenz, Illa Seegers, Renate Grützner, Silke Basten, Margret Bruchmüller, Maren Bösch und Wiebke Icken.

 

Anne Pulvermacher wurde zur neuen Kassenprüferin gewählt. Ihr wünschen wir viel Erfolg und ihrer Vorgängerin Doris Gerken danken wir ganz herzlich für ihre Tätigkeit.

 

Als dritter Höhepunkt des Abends folgte eine Krimilesung von Christiane Franke aus ihrem mit Christiane Kuhnert geschriebenen Buch „Miss Wattenmeer singt nicht mehr“.

Frau Franke betrat norddeutsch stilecht in blauem Blazer mit Handschellen als Anstecker am Revers die Bühne. Nach drei Sätzen hatte sie ihre Zuhörerinnen in den Bann gezogen.

Das Opfer, die frisch verheiratete Aleke, betreibt mit ihrem Ehemann eine Fischfarm für Störe zur Kaviarproduktion in Neuharlingersiel. Dort wird sie auch von ihrem Mann gefunden. Doch sein Alibi ist wasserdicht. Er kam noch schlammbedeckt im Sträflingskostüm direkt vom Schlickschlittenrennen mit seinen Freunden in Greetsiel.

Da hat das aus den vorherigen Ostfriesenkrimis bekannte Ermittlertrio bestehend aus dem Postboten Henner, dem Dorfpolizisten Rudi und der Lehrerin Rosa zu tun.

Frau Franke erzeugt mit kurzen, zwischen den verschiedenen Personengruppen wechselnden Sequenzen Spannung.  In der Lesung verstärkt sie diese, indem sie nicht nur den Figuren ihre jeweils eigene Stimme gibt, sondern auch mit Blaulicht und blauer Mütze die Situationen erlebbar macht.

 

So konnten wir erleben, dass in Neuharlingersiel wirklich jeder jeden kennt, was Landfrauen nicht so ganz fremd ist. Auch erfuhren wir, dass Aleke Kugeln im Bauch hatte. Wir erfuhren sogar noch, welcher Art diese Kugeln waren und wie die Gerüchteküche in Gang geriet. Warum sich die Kugeln im Bauch befanden erfuhren wir jedoch nicht mehr, geschweige denn, wer der Mörder ist. Da bleibt nur, diesen spannenden humorigen Krimi selbst weiterzulesen. Das Kopfkino lief zumindest noch eine ganze Weile weiter. 

Impressionen

Welche Möglichkeiten bilden die Neuerungen in der Pflegeversicherung?

Marita Mauritz

 

„Welche Möglichkeiten bilden die Neuerungen in der Pflegeversicherung?“

 

Marita Mauritz, langjährige Vorstandsvorsitzende des Regionalverbandes Nordwest des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, berichtete äußerst fundiert über die Neuerungen der Pflegeversicherung.

Zunächst stellte sie die neue Pflegestufen vor.  Die Bedeutung dieser Neuerungen erläuterte sie anhand der Zahlen. Derzeit sind ca. 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, 2030 rechnet man mit 3,5 Millionen. Es gibt 1,5 Millionen Demenzkranke. Diese Zahl wird sich bis 2050 verdoppeln. Gerade für dieser Personenkreis wird durch die Neuerungen überhaupt erst einmal erfasst oder verbessert sich im Vergleich zum bisherigen System.

Besonders am Herzen liegen Frau Mauritz immer auch die Pflegepersonen. 12750 ambulanten Pflegediensten stehen in Deutschland 13000 Pflegeeinrichtungen gegenüber. Sie machte deutlich, dass auch die sogenannten Polenhilfen nicht umsonst arbeiten.

Es folgte eine Erläuterung des Begutachtungsverfahrens für die Pflegeversicherung und eine Darstellung der Leistungen vom Pflegehilfsmittel, zur Pflegeberatung bis zur Kombipflege von Angehörigen und privaten Pflegediensten.

Die Pflegeversicherung sei ein Segen für die Menschen. Sie sei jedoch nicht mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Die Pflegeversicherung ist eine Art Teilkasko, d.h. eine Unterstützung, die zur Rente und zu den sonstigen Einnahmen hinzukommt. 


Was interessiert mich das Wetter bei den Pinguinen

Weshalb uns das Wetter bei den Pinguinen interessieren sollte, erläuterte Dr. Gert König – Langlo vom AWI den Landfrauen Land Wursten und Umgegend in Cappel sehr eindrücklich.

Er zeigte, wie und unter welchen schwierigen Bedingungen Wettermessungen in der Antarktis vorgenommen werden. Dazu brachte er einen Originalwetterballon mit den dazugehörigen Messgeräten mit und zeigte in einer Filmsequenz, wie ein Kollege bei Sturm in der Antarktis versuchte, einen solchen Ballon zu starten, ohne dabei von einer Plattform geweht zu werden. Auch eine mit Eiszapfen versehene, bis zur Unkenntlichkeit eingefrorene Wetterstation aus den Alpen zeigte eindrucksvoll die Schwierigkeiten und die Arbeit, die damit verbunden ist, solche Anlagen in einem guten Zustand zu halten.   

Solche Messungen finden auf der ganzen Welt statt und werden akribisch und mit großer Ausdauer und Geduld zusammengetragen. Die Grafik der daraus errechneten Weltdurchschnittstemperatur ließ dann wirklich keine Fragen mehr offen.

Falls die Schnee- und Eismassen auf Grönland komplett abschmelzen würden, wovon kein Forscher derzeit ausgeht, stiege der Meeresspiegel um 6 m. Allerdings finden Schmelzprozesse auf Grönland und der Halbinsel der Antarktis zunehmend statt. Noch nicht ganz klar ist den Wissenschaftlern, weshalb die Temperaturen in der Mitte der Antarktis relativ konstant bleiben, bzw. sogar leicht sinken und auf der Halbinsel nach Südamerika hin stark ansteigen.

Zu kurz kommen durfte natürlich auch nicht das Leben in der Neumayerstation. Und am eindrucksvollsten war wohl der sechsstündige Flug von Kapstadt in einer russischen Transportmaschine (mit Dixieklos in der Kabine), die auf blankem Eis in der Antarktis landete. Gefolgt von expeditionsmäßigem „Hotelbetrieb“ und  einem Weiterflug über 800 km zur Neumayerstation. Und dann folgten auch die Bilder von den Pinguinen in der 10 km von der Station entfernten Bucht. 

Adventsfeier zum Thema Frieden

Schon weit vor der Zeit war der festlich geschmückte Saal voll. Die Dorumer Landfrauen hatten in mühevoller Heimarbeit dutzende Fröbelsterne gebastelt und im  Gemeindehaus Tonpapiersterne und Nikoläuser gefertigt. Am Vortag haben sich über 20 Dorumer Frauen in den Räumen der Gärtnerei Miles getroffen und Gestecke und Kränze gebunden. Zur Zeitüberbrückung hat Edith Meyer dann alle zum Kaffeetrinken eingeladen, bevor der Saal geschmückt werden konnte. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Vor allem die selbstgebackenen Kekse waren im Nu gegessen. Da stimmte schon einmal die Atmosphäre.

Der Abend startete dann mit leckerem Punsch, Britta Plötzky und Britta Hellberg begrüßten die Gäste auf Platt, es folgte ein hervorragender Tafelspitz mit Meerrettichsauce und leckerem Gemüse. Der war so gut, dass der Zeitplan schon gesprengt wurde. Unsere Vorsitzende Renate Lübs gab dann weitere Informationen zu Programm und Fahrten und verlas Grüße und Wünsche des Landesverbandes.

Der nächste Höhepunkt folgte unmittelbar. Frau Pastorin Almuth Berndt sprach zum Thema Frieden.  Wo beginnt Frieden eigentlich? Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Sie schaffte mühelos den Übergang zur Familie und brachte zum Nachdenken. Dafür musste auch Garfield herhalten. Es war mucksmäuschenstill im Saal.

Umso munterer wurde es dann mit dem Auftritt der Mitglieder von That´s Entertainment unter der Leitung von Renate Priebe. Das Spektrum reichte von Respect über Frieden aus dem Weihnachtsmusical „Die vier Kerzen“ bis zum a cappella gesungenen „Es wird schon glei´ dumper“.

Natürlich mussten auch die Landfrauen singen. Das klappte ganz hervorragend. 

Weihnachten im Winterwald

Rappelvoll war der Bus beim Start nach Bückeburg zum Weihnachtszauber im Schloss. Bestens organisiert wurden wir in Bückeburg gleich auf den Busparkplatz gelenkt und mit Shuttlebussen zum Schlossgelände gefahren. Dann ging es direkt in das Getümmel der bunten Weihnachtswarenwelt. Das gesamte Schlossgelände war festlich geschmückt, im Park, in Messezelten und im Schloss direkt warteten Anbieter auf ihre Kund(innen). Für das leibliche Wohl war natürlich auch ausreichend gesorgt. In Grüppchen zogen wir über das Gelände. Von fruchtigen Brotaufstrichen zu eleganten Walkjacken mit passenden Tüchern, glitzerndem Weihnachtsschmuck, winterlicher Gartendeko und bis zu Gürteln, Schuhen, Taschen und schönen Dingen für das Wohnambiente. Bei jeder erneuten Sichtung von Wurster Landfrauen befanden sich mehr Tüten an der Frau. Zufrieden und erschöpft fanden sich dann pünktlich alle wieder am Bus ein, der nun noch voller war.

Auf dem Rückweg gab es einen Stopp in Achim an der Weser zum Abendessen. Wie immer bei den Landfrauen Abenteuer pur. Unser aufgrund der großen Nachfrage größerer Bus konnte, wie sollte es auch anders sein, den Weg zur Gaststätte nicht befahren. Das schockt eine echte Landfrau nicht. Bei Minusgraden ging es die letzten 300m ob mit oder ohne Gehbehinderung im Dunkeln und mit Handyleuchten zu Fuß. Das macht den Landfrauen so schnell keine Gruppe nach. 

Kochen mit Stefan Brandes

Das hat die Dorumer Schulküche bestimmt noch nicht gesehen.

Unter fachkundiger Anleitung von Stefan Brandes vom Café Löwenherz in Altenbruch kochten die Landfrauen ein weihnachtliches Menü.

Zubereitet wurde eine feine Kartoffelcremesuppe mit Edelschimmelpilzkäse, gehobelten Walnüssen und Kräuterscampi. Es folgte Jungschweinfilet im Brotmantel mit Petersilienwurzelpüree und Rosenkohlblättern. Als Nachtisch gab es Orangentiramisu.

Ganz anders wurde es einigen Landfrauen, als sie teures Schweinefilet im Mixer pürieren sollten. Dabei wurden die Endstücke vom Schweinefilet in Würfel geschnitten, 20 Minuten ins Gefrierfach gelegt und danach mit Sahne und Salz im Mixer kleinpüriert. Mit dieser Farce wurde dann das auf 5mm geschnittene Brot bestrichen und mit dem Schweinefilet mit Hilfe einer Alufolie zu einer Rolle gewickelt, die dann im Ofen gegart wurde.

Arbeitsintensiv war es auch den Rosenkohl in die einzelnen Blätter zu zerteilen. Diese wurden dann kurz ( 2 Minuten ) in kochendem Salzwasser blanchiert, abgeschreckt und in zerlassener Butter mit Salz und Pfeffer geschwenkt, so dass noch eine gewisse Bissfestigkeit erhalten blieb.

Herr Brandes zeigte gekonnt, wie richtig eine Orange filetiert wird.  Auch sein Rezept, die Vorsuppe mit Edelschimmelpilzkäse zu verfeinern sorgte für ein interessantes Geschmackserlebnis.

Entgegen der sonstigen Gewohnheit, das Tiramisu mit Löffelbiskuit herzustellen, wurde extra ein dünner Biskuitteig gebacken.  Die ausgestochenen Kreise wurden anschließend mit der Creme zu einem Turm geschichtet und mit Granatapfelkernen verziert.

Die Mühe hat sich wirklich gelohnt. Das Menü schmeckte sensationell. 

Landwirtschaft im Landkreis Cuxhaven

Die Referentin Julia Grebe, Geschäftsführerin des Landvolk Kreisverbandes Wesermünde, stellte im Misselwardener Pastorenhaus zunächst die vielfältigen Aufgaben des Landvolkverbandes von den Dorfhelferinnen, der Tätigkeit als Träger öffentlicher Belange, der Beratung in Sozialversicherungsfragen bis zur Begleitung des Antrags eines 15jährigen, Trecker fahren zu dürfen, dar. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird immer wichtiger, da die Landwirte aufgrund ihres geringer werdenden Bevölkerungsanteils keine relevante Wählerschicht mehr darstellen.

Und dann prasselten harte Fakten zur Situation der Landwirtschaft in der Region, die in der öffentlichen Diskussion oft gar nicht so präsent sind, auf das kleine aber interessierte Publikum ein. Sogar zwei Männer hatten sich unter die Frauen gewagt.

Allein für den landwirtschaftlichen Wegebau sind nur im Landkreis Cuxhaven 100 Millionen Euro erforderlich, um Brücken oder Wege zu sanieren und auf die heute erforderlichen Wegebreiten auszubauen. Allein die Sanierung einer Brücke kostet 200.000 – 250.000€. Die Verbreiterung eines Weges von 3 auf 4,50m wird in unserer Region häufig durch die Gräben rechts und links des Weges erschwert, die verlegt werden müssen. Das macht es nicht nur teuer, sondern erfordert auch die Beteiligung z.B. des Naturschutzamtes.

Wussten Sie schon, dass die Landwirtschaft noch vor dem Tourismus der wichtigste Wirtschaftsfaktor im Landkreis ist? Wir produzieren nahezu eine Milliarde Kilo Milch pro Jahr. Sinkt der Milchpreis nur um einen Cent, fließen 8,5 Millionen Euro weniger in den Landkreis.

Weiter ging es um den immer größer werdenden Flächenverbrauch, der Tatsache, dass obwohl die Landwirte nur den geringsten Anteil an Antibiotika verbrauchen, in der Humanmedizin noch kein Monitoring  erfolgt, bis zur Geruchsimmissionsschutzrichtlinie, die in weiten Teilen keinen privaten Hausbau mehr zulässt, da sich niemand freiwillig Gerüchen aussetzen darf. Das führt dazu, dass die Bayern sich erst gar nicht an die Richtlinie halten. Früher gab es überall Misthaufen. Heute ist die Zahl der Stunden, die es stinken darf genau festgelegt.

Julia Grebe führte virtuos durch die gesamte Thematik und machte höchst komplexe Zusammenhänge für uns verständlich. Ein lohnender und informativer Abend. 

LandFrauen kochen für LandFrauen

15 Uhr pünktlich Start im Alten Pastorenhaus in Misselwarden. Der komplette Vorstand des Landfrauenvereins Land Wursten und Umgegend rückt an zum Küchendienst. Erst einmal gilt es volle Autos auszuladen. Dann treten die Spezialistinnen an. Britta und Britta: Tisch- und Raumdekoration, Agnes: Kochmanagement und Menüplanung, Ulrike: Rosenkohl putzen, Birgit: Kartoffeln schälen, Traute und Ute: Kürbis und Steckrüben schneiden, Nachtisch zubereiten, Marianne: Fachfrau für sämtliche Gerätschaften des Alten Pastorenhauses und zusätzliche Hilfe an allen neuralgischen Punkten. Die Zeit vergeht schneller als erwartet. Reicht sie bis die Gäste kommen? Um 17 Uhr erster Besuch der Presse mitten in der Küchenschlacht. Blick auf die Uhr. Alles im Zeitplan. Agnes Planung passt. Erste Anprobe der gelben Schürzen. Einteilung des Servierens.

Die Gäste kommen. Renate muntert uns auf. Es geht los.

Britta grüßt die erwartungsvoll gestimmten Landfrauen, die nun endlich wissen wollen, was es zu essen gibt. Aber nichts, die Spannung wird gehalten. Es startet mit Kürbissuppe mit Kokosmilch abgeschmeckt. Schlagartig ist Ruhe im Raum. Die einzigen Geräusche sind klingende Füllen in großen Terrinen und klappernde Löffel.

Weiter geht es mit dem Hauptgang, zu dem es auch Wein gibt. Riesling, Alte Reben und Saint Laurent. Aufgetischt werden Schweinefilet im Speckmantel, Kartoffelstampf mit Steckrüben, Rosenkohl, Rotkohl und Champignon – Cremesoße. Langsam merkt der Vorstand, was Kellner leisten. Die Serviereinteilung ist in Vergessenheit geraten. Es wird „nur“ noch zügig das warme Essen auf die Tische gebracht.

Jetzt ist neben dem Essen Zeit für Gespräche. Die Dekoration wird bewundert. Insbesondere der Wirsing, der für den herbstlichen Touch der Fenster-  und Tischdekoration sorgt. Es gibt erste Planungen, dass man die wärmende Vorarbeit der Kerzen doch morgen bei der Zubereitung des Wirsings zum Mittagessen nutzen könnte. Aber der Wirsing hält stand!

Nachtisch: Pflaumen in einer Mascarponecreme mit diversen Geheimnissen des Geschmacks, ein Traum.

Danach war bei niemanden mehr auch nur ein Fitzelchen Platz im Magen vorhanden. Der Wunsch nach Wiederholung wird laut.

Die Gäste gehen zufrieden. Es bleibt....

Seniroenkaffetrinken der LandFrauen Land Wursten und Umgegend

Traditionell bewirtet der Vorstand der Landfrauen Land Wursten und Umgegend einmal im Jahr die älteren Mitglieder des Vereins mit Kaffee und selbstgebackenen Torten. Auf das Foto habe ich verzichtet, um keine Neid- oder Hungergefühle auszulösen. Die Vorstandskolleginnen haben sich selbst übertroffen. Beim Treffen, bei dem natürlich auch die Ortsvertrauensfrauen nicht fehlen durften, machte sich das Alter allerdings in keiner Weise bemerkbar. Landfrauen sind scheinbar auch in hohem Alter noch vielseitig interessiert und haben dementsprechend viel Gesprächsstoff und –bedarf, so dass richtig Leben ins Organistenhaus in Cappel kam. Sicherlich werden dem ein oder anderem Wurster noch die Ohren klingeln.  

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Eröffnung der Saison am 06.10.2016

Die Eröffnung der neuen Saison fand traditionell mit einem leckeren Fischessen in der Strandhalle in Dorum – Neufeld statt.

 

Nach Schollenfilet satt stellte Britta Plötzky in Vertretung unserer erkrankten Vorsitzenden Renate Lübs, von der sie herzlich grüßte, das neue Programm vor. Passend zum Erntedank startete sie mit einem Gedicht zur Dankbarkeit. Die Wetterkapriolen, die nicht nur dazu führten, dass unsere diesjährigen Ausflüge bei jeweils über 30 Grad Celsius stattfanden, sondern auch die Maisernte bei 25 Grad,  wurden natürlich auch erwähnt.

 

Ein Dank ging auch an die Nordholzer Landfrauen, die für die herbstliche Deko sorgten.

 

Es folgte ein Auftritt von Kay Krause, der eine Stunde aus Siegfried Lenz, So zärtlich war Suleyken, las. Er schaffte es, seine Zuhörer so in den Bann zu ziehen, dass eine gespenstische Ruhe herrschte. Immer wieder wurde eine neue Geschichte eingefordert, die er auch prompt lieferte.

 

Dieser Abend bot wirklich etwas für alle Sinne.


Papenburg

Nicht nur das im letzten Jahr eröffnete Besucherzentrum der Meyerwerft beeindruckte die Wurster Landfrauen bei ihrem Ausflug nach Papenburg. Es war vor allem die schiere Größenordnung der Schiffe. Fix und fertig ausgestattete Kabinen werden wie Bausteine in ein riesiges Schiff gesetzt. Aber Halt, die Ausrüstung erfolgt doch in Bremerhaven? Ja, aber dort erfolgt die Ausrüstung mit den schweren Gegenständen, die den Tiefgang so weit erhöhen, dass eine Überführung auf der Ems nicht mehr möglich wäre.

Nicht nur beim Besuch der Meyer – Werft stellten die Landfrauen eine Menge Fragen. Auch beim Besuch der Gartenbauzentrale am Vormittag erhielten sie eine Fülle von Einblicken. Dort werden die Produkte der angeschlossenen Gemüsebauern, mit einem Schwerpunkt auf Kräutern, Gurken und Tomaten vermarktet. Bekleidet mit Warnwesten ging es dann in die große Lagerhalle für das Gemüse und das Hochregallager mit den Verpackungen für die verschiedenen Lebensmittelketten. Sogar Tierfutterhändler werden versorgt – mit Katzengras.

Zum Abschluss des Tages durfte natürlich ein überraschender, überfallartiger Besuch eines Hofladens nicht fehlen. 

Ausflug zur Marienburg und nach Hildesheim

Fahrt der Landfrauen Land Wursten am Mittwoch, den 20.07.2016 zur Marienburg und nach Hildesheim

 

Die Wurster Landfrauen füllten auf ihrer Fahrt zur Marienburg und nach Hildesheim trotz Abfahrt bereits um 06.30 Uhr den ganzen Bus. Viele waren durch eine Dokumentation über die Welfen am Vorabend im Fernsehen bereits bestens informiert und begeistert von der launigen Führung durch das niedersächsische Neuschwanstein.

Viel Spaß hatten wir auch bei einem leckeren Mittagessen in der Restauration der Burg, als eine Bestellung unserer im Bus ausgefüllten Liste dazu führte, dass einer Mitfahrerin als Vorspeise ein Salat und eine Suppe gefolgt von einem großen Salatteller als Hauptgericht führte. Wenn das nicht gesund ist!

Danach ging es nach Hildesheim. Die engagierten Stadtführerinnen der beiden Gruppen ließen die Temperaturen bis 36 Grad auf ihrer dreistündigen Führung „fast“ vergessen. Über zu viele Menschen an den Sehenswürdigkeiten konnte man sich nicht beklagen. Aber die Landfrauen waren von ihrer Fahrt nach Hannover schon abgehärtet. Auf der Tour, die immer wieder entlang des Welterbebandes, das die Kulturstätten vernetzt, führte, erfuhren sie von den Superlativen der Stadt. So ist der Kirchturm der Andreaskirche mit seinen 114,5m der höchste Niedersachsens und der Dom beherbergt sowohl den größten als auch den ältesten Radleuchter Deutschlands. Insbesondere der restaurierte Dom lockte mit seiner beeindruckenden Schlichtheit. Angesichts der Legende von den zwei Eseln, die zwei Bottiche mit Kräuterwein leersoffen, lernten die Landfrauen auch, dass ein Trunk im Stehen ein Ehrentrunk sei, und nicht bezahlt werden müsse. Vorsicht also vor im Stehen trinkenden Frauen. Es könnte sich um Landfrauen handeln.

Nach dem so natürlich verspäteten Kaffeetrinken ging es zurück nach Wursten.

Die nächste Fahrt findet am 29.08. ins Deutsche Zusatzstoffmuseum nach Hamburg statt. Es sind noch Plätze frei. 

Fahrt zur Verbraucherzentrale nach Hannover

Pünktlich um 7.02 Uhr machten sich die Landfrauen Land Wursten mit dem Zug und dann unter Agnes Dahls kundiger Führung per google maps zu Fuß auf zur Verbraucherzentrale Hannover, um sich dort über unser Verständnis der Bezeichnung „Lebensmittel aus der Region“ und der Realität in Form der verschiedenen Kennzeichnungen z.B. der EU zu informieren. Welcher Teil der Produktion muss in der Region stattfinden und wie groß ist die Region? Gesetzlich ist die Bezeichnung nicht definiert. Die Informationsplakate der Supermärkte geben wichtige Hinweise für ihre Aktionen, was Regionalität im konkreten Fall heißt.

Weiter ging es ins Brauhaus zum gemütlichen Mittagessen. Aufgrund der Hitze verzichteten wir allerdings auf die Spezialität des Hauses.

Bei 33 Grad Außentemperatur ging es dann am Nachmittag zur zweistündigen Führung zum Küchenmuseum WOK (World of Kitchen). Von der Rauchfangküche, über eine 50iger Jahre Luxusküche von Werner Sell bis zur japanischen Küche reicht das Spektrum der Ausstellungsstücke dieses auf ehrenamtlicher Basis betriebenen Museums. Besonders groß war das Hallo beim Wiedererkennen der Prilblumen, die stilecht auf Fliesen verklebt waren und den verschiedenen Geräten aus den 80iger Jahren, als wirklich alles elektrisch funktionieren musste. Zwischendrin gab es mal ein Stück Wiener Wurst, eine Traube, Käse oder auch orientalischen Tee mit Minzblatt.

Im angrenzenden Schlosscafé waren wir angemeldet und wurden bei angenehmeren Temperaturen, leckerer Kuchenauswahl und Kaffee satt bestens versorgt.

Wie immer war natürlich auch auf dieser Fahrt der hohe Informationsgehalt der Pausen nicht zu unterschätzen.

 

Fazit: Wir haben uns bestens amüsiert.

Wildkräuterausflug

Die Anfahrt zur Kräuterführung war bereits spannend. Es ging nach Ostendorf. Die Straßen mit sehr viel Landschaft und Häusern auf einer Seite zog und zog sich. Doch Frau Sabine König (www.königliches-wildkräuterparadies.de) erwartete uns bereits an der Straße und die Führung startete direkt am Tor mit Hopfen. Brombeerblätter helfen übrigens gegen Durchfall. Und wie unterscheidet man Brombeer- und Himbeerblätter? Was kann man alles mit Giersch und Löwenzahn machen? Was hilft am besten gegen Verbrennungen durch Brennesseln? Wussten Sie, dass die Butterblume so heißt, weil früher damit die Butter gefärbt wurde? Oder dass Breitwegerich getreten werden muss? Aus den angebratenen Samenkapseln der Brennessel kann man übrigens eine Salatbeilage machen Auch frische Hopfenzweigtriebe sind sehr gut verwendbar. Dann gibt es noch Labkraut, Knoblauchskraut, Spitzwegerich, Holunder, und und und....

Damit die Ohren nicht zu sehr rauschten, gab es immer wieder Getränke oder Kräuterbutter zum Probieren.

Zum Abschluss konnte jeder sein eigenes Elixier herstellen. Im Gegensatz zu den meisten, die ein Mittel zur Anwendung bei Insektenstichen wählten, entschied die Autorin sich für die inwendige Anwendung. Ein aufgesetzter Schnaps mit Giersch ist sehr lecker.

Die Enttäuschung folgte jedoch auf dem Fuß. Auch ein solches Naturparadies ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Und auf den Schnaps muss ich mindestens drei Wochen warten. 

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Zukunftstag

Auch in diesem Jahr gab es wieder den von den Landfrauen gestalteten Zukunftstag für Schüler und Schülerinnen der Dorumer Oberschule Achtern Diek.

In verschiedenen Stationen ging es reihum ans Kochen, Fenster putzen, Bügeln und Knöpfe annähen für alle Teilnehmer.

 

Geholfen haben an diesem Tag

Britta Hellberg,

Bärbel Guder,

Renate Lübs,

Christine Brömmer und

Agnes Dahl.

 

Die Lebensmittel wurden gespendet von Edeka Mendes. Herr Mendes hat spontan zugesagt, als er gehört hat, dass der Zukunftstag dieses Jahr gefährdet war.

 

Allen Helferinnen und Spendern vielen Dank!

 

Die jungen Leute haben sich wirklich tapfer geschlagen. Am besten kam das gemeinsame Essen an den schön gedeckten und geschmückten Tischen in der Mensa an. Das selbst gekochte Essen ging weg wie nix.

Liebe Mütter und Väter, Ihre Kinder können es! Dem gemeinsamen Koch – Event in der Familie steht nichts mehr entgegen. 

Landfrauenfrühstück

„Frech, wild und wunderbar sind die Landfrauen.“ So startete der Vortrag von Beate Recker. Sie meint: „Stell Dir vor: wir bauen den Flughafen in Berlin...dann wäre er fertig!!!“ Ihre Berufsbezeichnung: „Erfolgsbeschleunigerin“. Dazu passte das Outfit. Ein hautenges leuchtend orange – gelb – weißes Kostüm.

Wer jetzt an einen Paradiesvogel glaubte, lag falsch. Sie referierte zum Pippilotta – Prinzip. Pippi Langstrumpf, das Mädchen mit den roten Zöpfen und geringelten Strümpfen, von der Autorin Astrid Lindgren, der Verfechterin gewaltfreier Erziehung in der Nachkriegszeit. Pippi ist witzig, frech, raumgreifend in ihrer Körpersprache. Sie holt sich Ruhe, wenn sie diese braucht. Am Ende rockten über 140 Landfrauen aus Land Wursten zu 13 Autosuggestionen von „Es ist möglich“ zu „Ich bin sexy“. Und das alles nach einem opulenten Frühstück in Riehls Garten. Klar, dass es da Standing Ovations gab.

Im vorgestellten Sommerprogramm hat sich nichtsdestotrotz ein Fehler eingeschlichen. Das Spargelessen in Krempel am 16. Juni findet natürlich an einem Donnerstag und nicht an einem Freitag statt. 

 

Fotos: Agnes Dahl & Birgit Deppe

Sorgentelefon

Ludger Rolfes, der Geschäftsführer der ländlichen Familienberatung, stellte in einem interessanten Vortrag das ländliche Sorgentelefon von. Zielgruppe sind Familien, Paare und Einzelpersonen aus dem ländlichen Raum. Das Sorgentelefon bietet sich an, wenn Sie einfach mal jemanden suchen, um über Ihre Sorgen zu sprechen. Und es kann auch soweit gehen, dass eine umfangreiche Familienberatung bei Ihnen zu Hause stattfindet.

Das nächstgelegene Sorgentelefon ist die Evangelische Heimvolksschule Rastede, Tel.: 04402 / 84488, und ist an fünf Tagen in der Woche erreichbar.

Nähere Informationen erhalten Sie auch über www.sorgentelefon-landwirtschaft.de.


Pink, pink und nichts als pink - Die schöne rosa Warenwelt der Mädchen

Ein großes Foto mit pinkfarbenen High Heels. Können Sie sich eine Bundeskanzlerin in solchen Schuhen vorstellen?

So startete der Vortrag von Hannelore Köhler, Referentin im Frauenwerk der Lutherischen Landeskirche Hannover.

Es setzte sich fort mit dem Barbiehaus in Berlin, in dem Mädchen ab drei Jahren sämtliche Barbiepuppenmodelle anschauen konnten,  den Winx Feen, sexualisierten weiblichen Figuren mit Kindergesichtern, deren Alter nicht zu fassen ist, bis zu Prinzessin Lillifee.

Dazu Germanys next Topmodel mit den Werten Arbeit, Schönheit und nie Vergnügen.

Resultat: Studien haben ergeben, dass sich jedes zweite 15jährige Mädchen als zu dick empfindet und jedes vierte 11 – 17 jährige Mädchen eine Schönheitsoperation machen lassen würde .

Stevie Schmiedel, eine Wissenschaftlerin, erklärt diese Pinkifizierung mit der Angst, mit den neuen Geschlechterrollen zurechtzukommen. Sie hat die Initiative Pink stinks in Leben gerufen, die u.a. gegen sexistische Werbung vorgeht (www. pinkstinks.de).

Auch ist es etwas teurer, eine Frau zu sein. Damen- und Mädchenwaren sind häufig teurer als vergleichbare Herrenwaren. Dieses Genderpricing wird mit der höheren Zahlungsbereitschaft der weiblichen Kunden begründet.

 

Die anschließende Diskussion war entsprechend lebhaft. 

Wir bereiten Wintersalate zu

Am 19. Januar 2015 trafen sich 18 Landfrauen in Cuxhaven bei dem Ewe-Service Punkt zu einem Workjob. 

Wir wurden sehr herzlich bei Kaffee und Tee begrüßt.  Dipl. Oecotrophologin Anke Mesterharm  informierte uns über Dampfgarer und das kochen auf dem Induktionsherd.  Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung  ging es gleich an die Geräte…denn die rote Beete, Avocados, Rosenkohl, Weintrauben, Chicoree sowie der Brokkoli wollten geschnippelt,  gerieben, gebraten, gekocht und gebacken werden.  Zwischendurch wurde uns so einiges über den Dampfgarer , sowie das Kochen mit Induktion erklärt. Während die Salate fertig waren,  aber noch gut durchziehen mussten …. entschieden wir uns … noch einiges über Waschepflege zu erfahren. Frau Mesterharm informierte uns da drüber, das nur eine wirklich sehr gut befüllte Waschmaschine am sparsamsten wäscht. Genauso erführen wir auch, dass nur Waschpulver für Kochwäsche benutzt werden sollte … da es die nötige Bleiche enthält. Flüssigwaschmittel hingegen sollte nur bei Niedrig-Temperatur benutzt werden.  Über die unterschiedlichen Füllmengen  für Textilien in der Maschine,  wurden wir auch belehrt. 

Nach einem für uns sehr Informativen Vortrag … haben wir dann unsere selbst zubereiteten Wintersalate verzehrt. Wir waren uns alle einig … das kommt auch auf unseren Tisch.

Text/Fotos A.Dahl

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Insektenhotels

Im Winter 2014 trafen wir uns mit Hans Hermann Harms und Klaus Müller vom Hegering Land Wursten um gemeinsam Insektenhotels zu bauen.

Die beiden hatten schon ganz toll für uns vorgearbeitet… Als wir kamen war bereits das Holz gesägt und zu fertigen Insektenhotels zusammengebaut. Wir haben sie dann „nur“ noch befüllt. Dafür mussten in den Baumscheiben Löcher gebohrt werden…toll, dass Hans Hermann in seiner Werkstatt eine Standbohrmaschine hatte… Weiterhin haben wir Holzwolle, Tannenzapfen, Moos, Baumrinde, Zweige und Bambuszweige verarbeitet. Zum Schluss wurde das Haus mit Kaninchendraht abgedeckt. Am Ende konnte fast jeder 2 „Hotels“ sein eigen nennen.

Text/Fotos A.Dahl

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Zukunftstag

Zukunftstag am 27. März 2014 in der Oberschule Dorum Zukunftstag wird in der Oberschule Dorum traditionsmäßig von den Landfrauen mitgestaltet. Die Jungs ( dieses Mal auch 1 Mädchen) haben die Möglichkeit viel über das „tun“ einer Hausfrau zu erfahren. Sie erlernen das bügeln (Oberhemden), Nähen (Stoffherzen nähen, gefüllt mit Watte, Schleife und Knopf verziert) , Betten beziehen, Fenster putzen und natürlich das kochen.

8 Landfrauen trafen sich an dem Tag morgens um 7.00 Uhr in der Schule und erwarten die Jungs. Nach dem sie in 2 Gruppen aufgeteilt wurden, ging es auch schon gleich los. Die eine Gruppe erlernt die praktischen Tätigkeiten, die 2. Gruppe ging in die Küche zum Kochen. Nach einer gewissen Zeit wurde getauscht. So das am Ende alle die praktischen Stationen und die Küche durchlaufen haben. Gekocht wurde natürlich aus unseren Landfrauen Kochbüchern und aus den Heften „Kochen mit Kindern“.

Zum Mittagessen saßen wir dann an liebevoll gedeckten Tischen. Servietten waren gefaltet, Tischgestecke mit Frischblumen gestaltet, Messer, Gabel, Löffel und Teller so arrangiert…wie im guten Restaurant. Das Buffet war sehr gut bestückt: Brokkoli-Creme-Suppe, Eisbergsalat mit Mandarinen, Mafiatorte, Tzatziki, Gemüsebrötchen, Backkartoffeln, Gemüselasagne, Kräuterbutter, Apfelquark mit knusprigen Haferflocken, Bananenshake und einen Obstkuchen mit Streusel. Text/Fotos A. Dahl

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