LandFrauenverein Land Wursten


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Neuester Bericht:

Gewichtsdiskriminierung: Alltag in Deutschland und in unseren Köpfen?

Vor ca. 25 Landfrauen und Gästen im Organistenhaus in Cappel referierte Natalie Rosenke, Vorsitzende des Vereins gegen Gewichtsdiskriminierung e.V. zum Thema.

Häufig ist die erste Reaktion: „Gewichtsdiskriminierung? Kann ich mir nicht vorstellen.“

Frau Rosenke zeigte dann anhand der Felder Arbeit, Bildung, Gesundheit, Freizeit, Politik und Sozialem Umfeld ganz genau auf, wie Diskriminierung alltäglich stattfindet und was das für die Betroffenen heißt.

Sie nannte das Beispiel einer Klägerin, die eine Arbeitsstelle nicht bekommen hatte, weil sie Konfektionsgröße 42 trug. Diese Frau ist nicht durch das Antidiskriminierungsgesetz geschützt, weil es Körpergewicht oder Konfektionsgröße nicht umfasst. Der Europäische Gerichtshof hilft sich manchmal mit dem Begriff der Behinderung, den er entsprechend weit fasst. Aber bei Konfektionsgröße 42? Fazit: Der Arbeitgeber kam mit seiner Diskriminierung durch.

Viele Kinder machen heute schon im Alter von 6 bis 8 Jahren erste Diäterfahrungen. Das Risiko späterer Essstörungen steigt dadurch. Da wo Lehrer und Erzieher in der Vermittlung der Nahrungsmittelvielfalt geschult sind, scheitert es häufig im Elternhaus,

in dem zwischen guten und bösen Lebensmitteln unterschieden wird und schon Kinder ihre Kalorien zählen und abends z.B. nur noch Spinat essen.

Inzwischen gibt es Umfragen und Studien, wie viele Menschen z.B. einer übergewichtigen Person einen hochqualifizierten Beruf zutrauen oder hochgewichtige Menschen sogar meiden.

Besonders erschreckend waren Beispiele, in denen Ärzte dicke Menschen nicht richtig untersucht haben und die Beschwerden sofort auf das Gewicht geschoben haben, obwohl in einem Fall z.B. ein Bänderriss vorlag. In einem anderen Fall wurde ein großer Tumor so nicht erkannt.

Gegen diese Diskriminierung kämpft Frau Rosenke mit ihrem Verein. Sie geht auf Politiker und ihre Parteien mit Wahlprüfsteinen zu und steht in Kontakt mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, damit das äußere Erscheinungsbild eines Menschen endlich in das Antidiskriminierungsgesetz kommt.

Ihr Türöffner ist ihr sackartiges Gewand mit der Aufschrift „Ich will keine Säcke mehr tragen“, mit dem sie nach eigenen Aussagen sogar in der U – Bahn in Berlin anzutreffen ist.

Ich werde bei meinem nächsten Besuch Ausschau halten!

Weitere Informationen des Vereins erhalten Sie unter www.gewichtsdiskriminierung.de. 


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