Rahmenbedingungen für das Ehrenamt verbessern

Im Juni 2020 nahm die Enquete-Kommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“ vom Niedersächsischen Landtag ihre Arbeit auf. Christiane Buck (Ratsfrau und Kreistagsabgeordnete),  Heike Bahr (Vorsitzende Kreisverband Wesermünde)  Neele-Margret Ullrich (Orga-Team, junge LandFrauen LFV Donnern) und Doris Wettwer (Vorsitzende Kreisverband Land Hadeln Cuxhaven) trafen sich in Cuxhaven zu einem informellen Austausch mit den Landtagsabgeordneten der CDU in diesem Gremium.

 

Wir stellten die Arbeit der LandFrauen, ihre Netzwerke und ihr Engagement in unseren beiden Kreisverbänden vor in einem regen Austausch und übergaben eine Zusammenfassung unserer Forderungen.

 

Hohe Ansprüche und gestiegene Erwartungen der Mitglieder von Vereinen erfordern eine Professionalisierung im Ehrenamt. Trotzdem soll Ehrenamt Spaß machen! Und persönlichen Nutzen, Vernetzung und Informationen bringen.

Ehrenamt in den Vereinen bedeutet ein hohes Maß an informellem Lernen, dessen Mehrwert, d.h. Benefit, ebenso wie das Erwartungsmanagement benannt werden muss. Das zur Verfügung stehende Zeitbudget für ein Ehrenamt nimmt ab. Für die Zukunft der Vereine bedeutet das „Atmendes Ehrenamt“, d.h. stetiges und sporadisches, projektbezogenes Ehrenamt müssen sich ergänzen.

 

Für die Arbeit in den Vorständen der Ortsvereine werden Qualifizierungsmaßnahmen (Toolbox für Vereine) im Baukastensystem, Unfallschutz, Kostenerstattung und ehrenamtliche Vergütung und Bürokratieabbau bei Projektanträgen benötigt. Teamarbeit zeitgemäß NEU Spaß, kurzfristig, flexibel, digital, solidarisch gehört ebenfalls dazu.

 

Das Ehrenamt braucht Unterstützung um den digitalen Wandel zu meistern, beratend und finanziell. Dazu gehört Forschungsarbeit, Förderprogramme, Modell- und Pilotprojekte, Change-Projekte zu Mitglieder- und Nachwuchskräftegewinnung. Wir sprachen über den Ausbau der Anerkennungskultur mit Unterstützung des Landes. 

Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt muss mitgedacht werden (Zeitsouveränität).

Praktische Vorschläge dazu waren z.B.:

Die steuerliche Übungsleiterpauschale muss auch für ehrenamtliche Führungskräfte in nicht gemeinnützigen Vereinen gelten.

Ehrenamtliche Vergütungen sollten grundsätzlich von der Sozialversicherungspflicht freigestellt werden, so dass Ehrenamtliche Freiraum für eine private Altersvorsorge gewinnen.

Vergütungen für ehrenamtliche Führungskräfte müssen steuerfrei sein, auch oberhalb des Freibetrages.

Weitere Forderungen waren, ehrenamtliches Engagement als „Zeitspende“ steuerlich mit Geldspenden gleichzusetzen und eine stärkere Förderung für die Qualifizierung des Ehrenamtes,

genauso wie die Anerkennung der Gremienarbeit und ehrenamtliche Fortbildungen als Bildungsurlaub.

Wir danken den Teilnehmer/innen für die Einladung zu diesem konstruktiven Austausch.

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