In Würde Leben bis zuletzt

Wie das funktionieren kann schilderte uns die Leiterin des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Wesermünde Beate Engelberth.

Zum Werk gehört der ambulante Hospizdienst als Angebot für unheilbar kranke Menschen und deren Angehörige und Freunde. Hospize waren im Mittelalter Stationen, in denen Menschen auf Reisen versorgt wurden. Viele von ihnen waren krank und mussten versorgt werden, manche sogar bis zum Tode.

Der ambulante Hospizdienst besteht aus einer Koordination, Frau Lettmann und ca. 32 Freiwilligen, die in speziellen Kursen für ihre Aufgaben ausgebildet wurden.

Frau Engelberth betonte, dass vom Hospizdienst Lebende begleitet werden. Der kranke Mensch steht im Mittelpunkt. Entscheidend ist, was er wünscht und braucht. Das kann sein, dass ein Ehrenamtlicher aus der Zeitung vorliest, Fernsehen schaut, Fotoalben anschaut, Skat spielt oder auch einfach nur die Hand hält. Es kann aber auch sein, dass ein Angehöriger dadurch Zeit bekommt, zum Friseur zu gehen oder einzukaufen. Nicht übernommen werden pflegerische Aufgaben.

Wenden Angehörige sich an den Hospizdienst, besucht die Koordinatorin den Kranken zu Hause oder im Krankenhaus und schaut, was den betroffenen Menschen ausmacht, welcher Bedarf da ist. Dann sucht sie unter den Ehrenamtlichen eine passende Begleitperson.

Angehörige erhalten so quasi die Erlaubnis ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren. Mit der Hospizarbeit soll nicht dem Leben mehr Tage gegeben werden, sondern den Tagen mehr Leben. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn die Ärzte nichts mehr tun können.

Denn das stimmt ja so nicht. Was man tun kann ist, für Schmerzfreiheit sorgen, eine gute Zeit schaffen, ehrlich sein, den Mut haben, vielleicht auf eine Chemo zu verzichten, die ohnehin nichts mehr bringt. Die meisten Menschen wollen zu Hause, angstfrei und ohne Schmerzen sterben. Und genau dabei können Hospizdienste helfen.

Obwohl die Ehrenamtlichen ihre Kurse, in denen sie viel über sich selbst lernen, selbst bezahlen und die Krankenkasse die Koordination abhängig von der Zahl der Fälle bezuschussen, bleiben Kosten, die allein durch Spenden gedeckt werden. Das sind z.B. die Fahrtkosten, die Kosten für die Supervisionen, an denen alle Ehrenamtlichen teilnehmen, weil auch sie ihre Erlebnisse verarbeiten müssen, Fortbildungen usw.. In Dorum gibt es z.B. einen Unterstützerkreis, der sich regelmäßig trifft und berät, mit welchen Aktionen Geld für die Hospizarbeit gesammelt werden kann. Auch uns Landfrauen war so noch nicht im Bewusstsein, dass auch der ambulante Hospizdienst in unserer Region hilft und als Spendenempfänger in Frage kommt. Frau Engelberth würde sich gern weitere Unterstützungskreise in den Ortschaften wünschen, die Aktionen anregen. Auch die Kondolenzspende ist da zu erwähnen.

Alle die sich beteiligen oder mehr erfahren möchten, können sich gern an den Ambulanten Hospizdienst in Bad Bederkesa, unter 04745/7834200 , wenden.

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