Nachhilfe beim Hören

Die Hörakustikerinnen Emely Peters (links) und Stephanie Reemts haben einen Musterkoffer mit Hörgeräten mitgebracht
Die Hörakustikerinnen Emely Peters (links) und Stephanie Reemts haben einen Musterkoffer mit Hörgeräten mitgebracht

Zu diesem Thema konnte die Vorsitzende des Landfrauenvereins Beverstedt 50 Zuhörerinnen begrüßen. Als Expertinnen waren Stephanie Reemts aus Hagen und Emely Peters aus Gnarrenburg von der Firma Hörsysteme Ahlers gekommen.

Imke Spinken, die Vorsitzende, berichtete von einer Familie, die im Obergeschoss vor dem Fernseher saß: „Das Bild hatten wir oben, der Ton kam von den Eltern unten. Das Problem war nur, dass manchmal nicht dasselbe Programm eingeschaltet war.“

Die Expertinnen sammelten zunächst Vorurteile gegen das Hörgerät. Am häufigsten heißt es „Das macht alt! “ oder „Das funktioniert ja doch nicht richtig.“ Die Statistik sagt: Es gibt 15 Millionen Schwerhörige in Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter. Von den über 70-Jährigen sind 54 % betroffen.

Reemts erläuterte den Aufbau des Ohres und dass mit dem Alter oder bei dauerndem Krach die 20.000 Sinneszellen in der Hörschnecke (Cochlea) absterben können. Dann kommt es zu Hörverlusten ganz unterschiedlicher Ausprägung.

Peters zeigte anhand einer Computersimulation, wie sich die Störung zeigt. Der Vorwurf “Nuschel doch nicht so!“ eines Schwerhörigen ist nicht ganz unberechtigt: Zunächst hört man die Konsonanten p, g, k, t, f, s, t und h nicht mehr. Vogelgezwitscher und Geschirrklappern werden nicht mehr wahrgenommen. Dass ein Blinker im Auto -klack, klack-, …“ macht, wird erst wieder wahrgenommen, wenn der Hörgeschädigte ein Hörgerät bekommt.

Der schwerhörige Mensch erleidet eine deutliche Persönlichkeitsveränderung: Er fühlt sich übergangen, wird misstrauisch und unsicher. Er verliert Interesse an lieben Gewohnheiten, wird einsam, zieht sich zurück und kann sogar depressiv werden.

So früh wie möglich, raten die beiden Expertinnen, sollte man sich mit einem Gerät helfen lassen. Man müsse dann wieder neu hören lernen, was sehr schnell gehen aber auch bis zu einem Jahr dauern kann.

Der Weg über den Ohrenarzt zum Hörgeräteakustiker wurde erläutert. Die Zuhörerinnen erfuhren, wieviel die Krankenkasse zahlt. Wer außer dieser „Basisversorgung“ noch Komfort wünscht, muss eine Zuzahlung leisten. Dann können das Sprachverständnis verbessert, Windgeräusche und knallartige Ereignisse gedämpft werden. Auch Zubehör für Fernsehen und Telefon sowie die Fernbedienung kosten extra.

Zum Schluss gaben die beiden Referentinnen noch Hinweise zum Umgang: Immer den anderen anschauen! Langsam sprechen  aber nicht laut! Nacheinander sprechen, und vor allem: Geduldig bleiben! “

 

Bericht u. Foto Arnold Plesse

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