Wechseljahre

Unter das Zitat von Albert Schweitzer „Jeder Tag bringt seine Geschenke mit, man braucht sie nur auszupacken“ hat der Landfrauenverein Beverstedt sein Jahresprogramm gestellt. Zur ersten Vortragsversammlung im ansprechenden Ambiente und mit einem leckeren Imbiss im Restaurant „Vittoria“ packte die neue Vorsitzende Imke Spinken „ihre Geschenke aus“, indem sie die nächsten Aktivitäten im fast wöchentlichen Rhythmus ankündigte. Mit einem interessanten, gut strukturierten Vortrag zum Thema Wechseljahre sorgte Dr. Ulrich Striecker, trotz der medizinischen Thematik unterhaltsam, für einen gelungenen Start.  Den wichtigsten Rat des Chefarztes der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Bremervörde zur besseren Bewältigung vorweggenommen: Akzeptanz der Wechseljahre und des Alters. Eine Wunderpille gibt es nicht.

  An die Hand gab Dr. Striecker den interessierten Frauen seine Informationen mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation unter dem Motto „Linderung in heißen Zeiten – beschwerdefrei durch die Wechseljahre“. Dabei sei die Bezeichnung „Wechsel“ – von etwas Positivem zum Negativen – typisch deutsch „komisch belegt“. Das Klimakterium sei als Wendepunkt zum Erreichen eines besonderen Zieles und neuen Lebensabschnitts, des Alters, im eigentlichen Sinne eine besondere Auszeichnung.

Mit der gut gegliederten Übersicht von der Bedeutung der Wechseljahre über weibliche Hormone und organische Auswirkungen bis zu den vegetativen Auswirkungen, die Striecker mit den „7 Zwerginnen“ durchaus unterhaltsam darstellte, bekamen die Frauen gut verständliche Informationen.

Das Klimakterium umfasst eine Zeitspanne von etwa 18 Jahren und beginnt mit Zyklusstörungen eigentlich ab dem 40. Lebensjahr. Die Menopause beginnt definitiv mit der letzten Monatsblutung. Danach auftretende Blutungen müssen ärztlich abgeklärt werden.

Ausgehend vom Zusammenspiel der weiblichen Hormongruppen Östrogene und Gestagene mit der Befehlskette der Hormonproduktion erklärte der Gynäkologe die Auswirkungen des eintretenden Hormonmangels mit organischen, vor allem aber den zum Teil sehr einschneidenden vegetativen Auswirkungen. Plötzlich reagieren Frauen anders.

Zur wirklich unterhaltsamen Erklärung verwendete er die karikierte Darstellung der „7 Zwerginnen“ der Wechseljahre, „Itchy“, „Bitchy“, „Sweaty“, „Bloaty“, „Sleepy“, „Forgetful“ und „Psycho“. Sie stehen für unangenehmsten Juckreiz, Besserwisserei und Unzufriedenheit, Hitzewallungen,  Aufgedunsenheit, Erschöpfung und Vergesslichkeit.

Ein großes Problem ist die Nummer Sieben „Psycho“, die mit unkontrollierten Gefühlsschwankungen, emotionalen Ausbrüchen zum Horror für das Umfeld werden und in Depressionen enden kann. Eindeutige Mahnung des Arztes: Diese Frauen müssen eine kontrollierte Behandlung in Anspruch nehmen.

Neben der Behandlung organischer Probleme mit gezielten Medikamenten, altersgemäßem Sport und leichter Ernährung riet Dr. Striecker zu einer rechtzeitig angepassten Hormontherapie zwischen dem 50. Und 60. Lebensjahr und nahm eindeutig Stellung: Hormone machen keinen Brustkrebs.

Nicht zuletzt wollte er auch die Männer nicht aussparen mit der Aussage der Gesellschaft für Endokrinologie: Männer haben keine Wechseljahre – räumte aber ein: „Auch Männer verändern sich ab 40!!

 

Text u. Foto M. Gremke

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