Leben und Bauen im Eis

Am 4.2.16 trafen sich 42 Frauen und Männer in der „  Alten Scheune“ in Neuenwalde, um sich den Vortrag von Heinz Ahammer über das „Leben und Bauen im Eis“ anzuhören. Herr Ahammer war Logistikkoordinator beim  Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven. Dort organisierte er die Ausrüstung und alles Notwendige für die Forscher und Studenten, die in die Antarktis fahren wollten. Außerdem betreute er dort die deutschen Stationen, war somit 3-3,5 Monate von seiner Familie weg.

Nach einem phantastischen Hähnchenbrustfilet mit Sauce, frischen Champignons, Bandnudeln und Salat begann sein Vortrag 2 Bau und Inbetriebnahme der Station Neumeyer 3“.

Während des Essens konnten wir schon seine Diashow mit tollen Fotos aus der Antarktis bestaunen.

Die Antarktis ist ein Festlandkontinent, wie Europa, die Arktis nicht. 98% der Antarktis sind mit Eis bedeckt. Jedes Jahr  fallen ca. 75 cm Schnee, der nie schmilzt und sich deshalb festsetzt und sich in Eis umwandelt, das Eis kann bis zu 5km hoch werden. Weil das Polarmeer die Antarktis umkreist wird die Wärme vom Kontinent ferngehalten. Die Temperaturen im Winter können auf bis zu -93 Grad Celsius herunter gehen, im Sommer sind es ca. 3 Grad plus. Zusätzlich erschweren „Schneestürme“ das dortige Leben und unterbricht des Öfteren  auch den Bau der Stationen( sehr zum Frust der Leute, denn dann können sie meist von vorne anfangen und ordentlich Schneeschieben!!)

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dort zu leben.

1.   In Kunststoffbiwakschachteln, die für die Forschungszeit aufgestellt werden.

2.   In vorgefertigten Containern, die 2-3 Jahre im Schnee befestigt werden.

3.   In unterirdischen Röhrensystemen ( 150*200m groß), die nach 15-17 Jahren durch die Schnee und Eismassen  eingedrückt werden und unbewohnbar sind. Sie werden komplett ausgeräumt, so daß nur noch die Hülle übrig bleibt. Diese versinkt irgendwann im Meer und wird zersetzt, eine andere Entsorgung oder Sprengung ist aus umweltschutztechnischen Gründen nicht möglich.

4.   Die Station „Neumeyer 3“steht auf 16 Stützen und auf einer Hydraulik, über die die gesamte Station angehoben werden kann, wenn der Schnee zu hoch geworden ist. Sie ist insgesamt 30 m hoch, 70m lang, 27 m breit und wiegt 2500 Tonnen. Unterhalb der Station liegt die Garage, oben sind 2 Etagen mit Wohn-und Forschungsbereich vorhanden. Es gibt eine gute Krankenstation, wo der Arzt in schwierigen Fällen  mit  dem ZKH Reinkenheide über einen Bildschirm verbunden werden kann.

In den Wintermonaten leben ca. 10 Personen in der „Neumeyer 3“, im Sommer bis zu 50. Die Station ist für 30 Jahre Nutzung gebaut worden und hat 40 Mio Euro gekostet. Manche Leute bleiben dort bis zu 15 Monaten. Bei so vielen Menschen fällt natürlich auch viel Müll an. Dieser wird ,wie in Deutschland, getrennt, in verschließbaren Tonnen gelagert und nach Deutschland zurück gebracht und entsorgt.

Der Name Neumeyer stammt übrigens von dem Hamburger Politiker Georg von Neumeyer, der sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts für die Seefahrt und die  Polarforschung stark gemacht  und viele Gelder dafür gesammelt hat.

Nach seinem Vortragwurde Herr Ahammer  noch mit vielen Fragen gelöchert.

Vielen Dank für diesen sehr interessanten Vortrag!

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