Erste Hilfe beim Herzinfarkt und der Umgang mit dem Defibrillator

Dr. Philip Kliem zu Gast die den Stoteler Landfrauen

 

 

 Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 200.000 Menschen an Herz-Kreislauferkrankung. Das sind weit mehr Opfer als bei Verkehrsunfällen, durch Drogen und Aids zusammen umkommen. Dr. Philip Kliem aus Loxstedt war bei den Stoteler Landfrauen zu Gast, die sich im Familienzentrum in Stotel getroffen haben. Thema des Vortrages von Dr. Kliem war deshalb auch: wie verhalte ich mich richtig, wenn ein Mensch auf der Straße oder in meinem Umfeld zusammenbricht und das Bewußtsein verliert. Außerdem zeigte er den Landfrauen den Umgang mit einem Defibrilator, der jetzt schon in einigen öffentlichen Gebäuden zu finden ist, und mit einem großen Schild AED (Automatischer, Externer Defibrilator) ausgewiesen ist.

Die wichtigste Maßnahme bei einem Bewußtlosen ist, zügig mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Mit jeder Minute, die vergeht, wo das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, sinken die Überlebenschancen um 10 Prozent.

Die Herzdruckmassage wird  mit der flachen Hand mittig auf dem freien Oberkörper, oberhalb des Herzens ausgeführt. Dabei drückt man fest mit pumpenden Bewegungen den Oberkörper etwa 5 bis 6 Zentimeter tief ein und das cirka 100mal pro Minute. Der Patient liegt dabei auf einer festen Unterlage oder direkt auf dem Boden.

Wenn möglich, sollten ganz konkret Einzelpersonen angesprochen werden, die den Notruf 112 absetzen und evtl. auch nach 2 Minuten Druckmassage ablösen können. Falls ein Defibrilator, kurz Defi genannt, in der Nähe ist, diesen holen lassen und nach Anweisung des Gerätes anschließen. Der Defi mißt die Herzaktivität und entscheidet über eine Schockvergabe. Anschließend weitermachen mit der Druckmassage bis die Rettungssanitäter oder der Notarzt übernehmen.

                                         Dr. Kliem, der selbst als Notarzt schon unzählige Male solche Situationen erlebt hat, erklärte den Landfrauen , wie wichtig gerade die ersten Minuten für die Überlebenschancen sind . „Trauen sie sich zu helfen, auch wenn nicht alles ganz richtig ist. Das ist allemal besser, als garnichts zu machen.“

 

 

                                                                  Text und Fotos von Helga Tietjen

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