Spitzbuben und Langfinger

Mit einer Nachmittagsveranstaltung zum Thema „Spitzbuben und Langfinger“ lag der Landfrauenverein Beverstedt nach Meinung der Vorsitzenden Helga Silber schon mal atmosphärisch richtig. - Und nach dem lebendigen Vortrag von Polizeioberkommissar Wolf-Dieter Porthaus, Präventionsbeauftragter des Polizeikommissariats Schiffdorf, zur Vorbeugung von Einbruch, Diebstahl und bei Tricks von Betrügern wie dem Enkeltrick entstand keinesfalls Unsicherheit. Es war auch eine Bestätigung, dass in betreffenden Situationen vieles richtig gemacht wird, wenn der gesunde Menschenverstand eingeschaltet wird. Misstrauen gegenüber Fremden und sich immer Entscheidungszeit zu lassen, ist ein großer Schutz vor Schaden. Zeit ist der Feind des Täters. Und dennoch funktionieren Straftaten immer wieder….

Kommissar Porthaus hatte seinen Vortrag in Haussicherung, Enkeltrick und einen Film zu reisenden Handwerkern (Haus-/Hof-/Türgeschäfte) gegliedert, ermunterte die Frauen aber gleichzeitig, Fragen zu stellen und Erlebtes dazu beizutragen. So entstand ein lebendiger Gesprächsnachmittag.

Bei der Haussicherung fängt der Schutz vor Straftaten an. Mit der kostenlosen Einbruch-Schutzberatung vor Ort (immer im Außenbereich beginnend) unterstützt die Polizei durch entsprechende Tipps dabei, kein Opfer zu werden.

Mit Aussagen wie Täter suchen Bereiche, die nicht einsehbar sind – technische Sicherung (Türspion, Kastenriegelschloss) geht vor Elektronik (verhindert keinen Einbruch) – wurde schnell deutlich, wo Hand-lungsmöglichkeiten bestehen, auch wenn es keinen 100 %igen Schutz gibt.

Vor allem bei den bekannten Tricks an der Haustür, die leider oft immer wieder funktionieren, falscher Ausweis, falsche Amtsperson – Papier und Bleistift für Nachrichten – Glas Wasser (Hilfsbereitschaft) – Kinder wickeln, Toilettenbenutzung – telefonieren im Notfall, machte Porthaus klare Aussagen: Ausweise aushändigen lassen und genau betrachten, bei Hilfsbereitschaft immer vorher die Tür schließen, Privatpersonen müssen niemanden auf die Toilette lassen! Zum eigenen Schutz ist eine gesunde Skepsis, das Einfordern von Bedenkzeit und der Austausch mit Vertrauenspersonen immer der richtige Weg.

In verdächtigen Situationen die Notrufnummer 110 wählen!

Zum so genannten, besonders hinterhältigen Enkeltrick betonte der Kommissar, dass die Klientel Personen ab 80 Jahre aufwärts betrifft, die Zuhörerinnen aber als Multiplikatoren wirken könnten.

Mit dem Einspieler der Original-Telefonaufnahme einer alleinstehenden Dame wurde berührend deutlich, wie immer sehr ähnliche Muster funktionieren, Personen in die Enge getrieben werden, Anrufer sich als Enkel, entfernte Verwandte oder ähnliches ausgeben und Notlagen oder finanzielle Engpässe vortäuschen.

Wie bei so genannten Haustürgeschäften haben Betroffene immer Entscheidungszeit, vertraute Personen zu Rate zu ziehen, zu vergleichen.

Betroffene haben ganz viel Zeit – der Täter nicht.

Text u. Foto M. Gremke

Polizeioberkommissar Wolf-Dieter Porthaus, Präventionsbeauftragter der Polizei in Schiffdorf, erzählte lebendig zum Thema Vorbeugung von Einbruch, Diebstahl und Tricks von Betrügern.
Polizeioberkommissar Wolf-Dieter Porthaus, Präventionsbeauftragter der Polizei in Schiffdorf, erzählte lebendig zum Thema Vorbeugung von Einbruch, Diebstahl und Tricks von Betrügern.

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