Eigentlich kerngesund - Mit Hindernissen mutig leben

Mit der zu Ende gehenden Erntezeit beginnt für den Landfrauenverein Beverstedt das LandFrauenjahr. Vorsitzende Helga Silber wünschte den Landwirten, aber auch allen, die auf ihre eigene Weise ihre Ernte einbringen, dass sie trotz der großen Veränderungen und Unsicherheiten ihren Weg finden. Die Landfrauen haben ein Programm auf die Beine gestellt und „streuen es aus“. Die Hoffnung auf eine gute Ernte würde sich für Helga Silber mit einer guten Resonanz erfüllen. Der Vortrag von Pastorin Andrea Schneider aus Oldenburg „Eigentlich kerngesund! – Mit Hindernissen mutig leben“ war ein großer Gewinn für diesen Abend.

Mit wunderschönem Herbst-Tisch-schmuck durch die Ortsgruppen Kirchwistedt und Stemmermühlen, Helga Silbers Herbstgedicht von Friedrich Hebbel „Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah..“ und der passenden Kartoffelsuppe stellten sich die Landfrauen auf das folgende ernste Thema ein – das laut Schneider aber nicht schwer werden, sondern Mut machen sollte zu einem „kerngesunden Leben“ – auch trotz Hindernissen.

Die Referentin, seit 2002 mit der Diagnose Multiple Sklerose, erlebt selbst, was es bedeutet, mit Behinderungen zu leben. Sie erzählte von eigenen Krankheitserfahrungen und denen anderer Menschen und beleuchtet die Begriffe „Gesundheit“, „kerngesund und „im Kern gesund“.

Was ist, wenn durch eine Krise der Boden unter den Füßen wegbricht, eine Diagnose wie zum Beispiel „MS“ das Urteil lebenslänglich bedeutet? Die Aussage ihres Arztes: „Sie müssen damit leben, aber sie können auch damit leben“ machte ihr Mut. Ein entscheidender Satz vom Schock auf einem langen Weg.

Menschen gehen typischerweise ganz unterschiedlich mit einem Schicksalsschlag, einer Krise oder einer Krankheit um. Jedes Leben läuft anders, aber es sei eine Hilfe, so die Referentin, sich um solche Phasen Gedanken zu machen, Trauer und Wut raus zu lassen, zu den eigenen Gefühlen zu stehen, um den Weg gehen zu können.

Eine Antwort auf die Frage, wie mit schwierigen Lebenserfahrungen umzugehen ist, um Widerstandskraft und Lebensmut zu entwickeln, kann die Aussage sein: „Ich lasse mich nicht unterkriegen“. Wer eine Krise erlebt, kann auch daran wachsen – mit dem Rat: Veränderungen zu akzeptieren und die Hoffnung nicht aufzugeben, auf sich selbst zu achten und sich Ziele zu setzen, sich etwas zuzutrauen, die richtige Perspektive zu bewahren und Beziehungen zu pflegen.

Aber mit ihrer Aussage „Risiken und Nebenwirkungen gibt es überall“ wurde auch die eigene Erfahrung von Andrea Schneider spürbar: „Einfach ist es nicht – es ist so ohne, mit Hindernissen mutig zu leben“.

Im Ringen mit der Ungerechtigkeit des Lebens riet sie „die warum-ich-Frage umzukehren“. Mit der Frage „Warum geht es mir gut?“ könne sich das Leben ändern. Mit Wünschen für Dinge, die von Außen kommen, Worte, die gut tun, Menschen die ihre standfeste Liebe zeigen und Gottes Liebe gab Andrea Schneider ihr Schlusswort: „Wir alle können im Kern gesund sein“


Text u. Foto Gremke

Mit ihrem nachdenklich stimmenden Vortrag hat Pastorin Andrea Schneider die Landfrauen „im Kern getroffen“.
Mit ihrem nachdenklich stimmenden Vortrag hat Pastorin Andrea Schneider die Landfrauen „im Kern getroffen“.

Wunderschöner herbstlicher Raumschmuck, gestaltet von den OG Kirchwistedt u. Stemmermühlen

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