Tagesfahrt in die Seestadt Emden

Am Morgen fahren 54 Landfrauen durch den Wesertunnel nach Emden.

In Henri´s Café erleben sie eine Teezeremonie. Die Ostfriesen trinken natürlich Ostfriesentee,

eine Mischung aus Assam-Sorten, ein kräftiger dunkler Tee.

Zuerst kommt Kandiszucker (Kluntjes) in die leere Tasse, dann wird der heiße Tee

langsam darauf gegossen, sodass es gemütlich knackt. Nun kommt das Wulkje, mit

einem flachen Löffel wird die Sahne quasi oben draufgelegt, leicht gegen die

Uhrzeigerrichtung. Diese Mischung lädt zum Umrühren ein, aber das ist ein absolutes

„no go“. Der Grund dafür ist, dass sich die Kluntjes dabei zu schnell auflösen und sich die

einzelnen Geschmäcker vermischen – also erst sahnig, dann herb, dann sü. – dann

neuen Tee langsam auf die Kluntjes geben, reicht, um 3 x nach zu schenken.

Seit mittlerweile 400 Jahren ist der Ostfriesentee Nationalgetränk.

Zum Tee wurde uns Rosinenbrot gereicht, dick mit Butter bestrichen. Lecker!

Stadtrundfahrt: Willkommen in der Seehafenstadt Emden.

G.steführerin Uta Ringens zeigt uns in 120 Minuten das „Venedig des Nordens“.

Im Ratsdelft liegt der Seenotrettungskreuzer „Georg Breusing“, seit 1995 liegt der

Logger „AE 7 – Stadt Emden“ als Museumsschiff neben den Feuerschiffen „Amrumbank“

und „Deutsche Bucht“. Ein maritimes Flair am kleinen Binnenhafen.

Direkt am Deich entlang über die Große Seeschleuse und Nesserlander Schleuse

durchqueren wir den Deichschart und erleben den Emdener Außenhafen.

Vorbei am VW-Werk, wo viele Hundert neue Autos stehen und auf die Verladung

vorbereitet sind, vorbei am Umschlagplatz für Windenergieanlagen sowie am Borkumkai,

wo der tägliche Fährverkehr zu den Inseln abläuft, erwartet uns echte Hafenatmosphäre.

Der Stadtwall wurde 1606 – 1616 mit ursprünglich zehn Zwingern erbaut. Heute ist die

Wallanlage eine die Innenstadt umgebende Grünanlage mit herrlichen Spazier- und

Radwegen.

Ein Besuch in der Kunsthalle, die Henri Nannen seiner Heimatstadt vor 27 Jahren

schenkte, ist ein „Muss“. Auf rund 2000 qm Ausstellungsfläche wird seine hochkarätige

Sammlung sowie die Schenkung Otto van de Loo mit Werken der Klassischen Moderne

und der zeitgenössischen Kunst präsentiert. Regelmäßig finden hier Sonderausstellungen

bekannter Künstler statt.

Zitat Paul Klee: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“.

Paul Klee zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung

mit mehr als 75 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen vermittelt einen Überblick über

die wichtigsten Schaffensphasen.

Cornelius Völker ist ein Düsseldorfer Maler (geb. 1965), der in seinen Aquarellen und

Ölarbeiten ganz gewöhnliche Dinge (Bücher, Flaschen, Cocktailgläser, Sprotten, Obst) in

den Fokus rückt. Er ist vor allem für seine großformatigen, farbenprächtigen Gemälde

bekannt. Wir waren beeindruckt vom großen Bücherbild.

Leer: Die Stadt Leer ist eine Stadt am Wasser. Die Hafenschleife inmitten der Stadt ist der

ideale Parkplatz für unseren Bus. Die Altstadt ist heute noch ein lebendiger und

geschäftiger Bestandteil – kleine Läden und Teestuben laden ein zum Stöbern, Verweilen

und Genießen.

Einfach schön für uns Landfrauen, wie ein Tag Urlaub!

Besuch ohne Führung, auf eigene Faust schauen und staunen:

Bünting Teemuseum – Genuss und Tee-Kultur in malerischer Atmosphäre.

Die Exponate kommen aus unterschiedlichen Regionen der Erde und zeigen die Vielfalt

der weltweit gepflegten Teezeremonien.

In dem historischen Gebäude in der Brunnenstraße wird die ganze Welt des Tees gezeigt.

Vom Anbau in den Ursprungsländern, über die Herstellungsverfahren bis hin zum Prüfen

und Verkosten werden die einzelnen Schritte der Teeproduktion dargestellt.

Im Anschluss an den Museumsbesuch erhielten wir Besucher die Möglichkeit, eine Tasse

echten Ostfriesen-Tee mit Kluntje und Wulkje zu probieren.

Der Reisetag begann mit Tee- und endete mit Teezeremonie.

Henriette Ahrens

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