Weißer Ring

Bundesweit arbeitet der Weisse Ring zur Hilfe von Kriminalitätsopfern. In Niedersachsen sind es 300 ehren-amtlich Tätige, die über die Lan-desvertretungen in 44 Außenstellen professionelle, ehrenamtliche Opferarbeit leisten. Eine der Außenstellen  für die Stadt und den Landkreis Cuxhaven leitet  Silvia Martin y Troyano und berichtete jetzt beim Landfrauenverein Beverstedt über  ihre ehren-amtliche Arbeit mit weiteren vier Mitarbeitern.

Zu einem großen Teil geht es um die Unterstützung,  Opfern einer Straftat die ihnen gesetzlich zustehende Hilfe zukommen zu lassen. Staatliche Zuschüsse gibt es für die Arbeit aber nicht. Der Weisse Ring finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden aus Familien- und Trauerfeiern, Erb-schafen  sowie einem Teil auferlegter Bußgelder. In Niedersachsen sind es 5 200 Mitglieder, die  ihren Beitrag dazu leisten.

Im Vordergrund der oft sehr emotionalen Arbeit steht der mensch-lache Beistand, die persönliche Betreuung und Beratung, wenn Menschen Opfer von Straftaten geworden. Wenn die Opfer erst einmal den Weg zum Weissen Ring gefunden haben, betont die Referentin,  brauchen sie sich nicht an Öffnungszeiten zu halten und auch keine Mitgliedschaft. Finanzielle Hilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Die Beratung über die rechtlichen Möglichkeiten nach dem Opferent-schädigungsgesetz, die oft nicht bekannt sind, und die damit einher gehende Hilfestellung im Umgang mit Behörden, die finanzielle Hilfe für eine anwaltliche und psychotraumatologische Erstberatung sowie für eine rechtsmedizinische Untersuchung kann gleich nach einer Tat zur Verfügung gestellt werden. 

Der Anspruch auf finanzielle Überbrückungshilfen in Notlagen,  die durch eine Straftat entstehen, aber auch Erholungsurlaub oder sogar Bestattungsgeld, gehören zu den Basisinformationen. Der Weisse Ring ist besonders daran interessiert, dass die Rechtsvorschriften bekannt sind und  eingehalten werden, damit  die Opfer Hilfe erfahren.

Interessierte an der ehrenamtlichen Arbeit werden durch den Weissen Ring ausgebildet und kontinuierlich geschult. 

An vielen Fallbeispielen machte Silvia Martin Y Trojano das Leid der Opfer einer Straftat deutlich und löste bei den Zuhörerinnen Betroffenheit aus. Deshalb ist es  so wichtig, dass Opfer überhaupt von der Existenz des Weissen Ring und seinen Hilfen erfahren.

Mitarbeiter, sagte sie, werden oft durch ihre eigene Familie, durch Mitarbeiterbesprechungen und Supervision gestärkt, um mit der Belastung umzugehen.


Text u. Foto Monika Gremke

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