Lichtverschmutzung

„Sie haben uns die Nacht geklaut – nie istesrichtig dunkel.“


„Wann haben sie zuletzt die Milchstraße gesehen?“, mit dieser Frage begann der Hobby-Astronom von den Bremerhavener Sternfreunden Rolf Schäfer seinen Vortrag bei den Stoteler Landfrauen, die sich in der Kaffeestube der Alten Stoteler Schule versammelt hatten.

44 Prozent der unter 30jährigen haben die Milchstraße und viele andere Sterne noch nie gesehen. Heute ist, zumindest in den Städten, Tag und Nacht kaum zu unterscheiden. Alles wird beleuchtet und angestrahlt. Rolf Schäfer nennt das: Lichtverschmutzung, von den immensen Energiekosten einmal abgesehen.

Die ständige Helligkeit macht krank und stellt für den Menschen eine schleichende Bedrohung dar. Schlaf- und Ruhelosigkeit sind nur eine von vielen Folgen. So ist es sicher auch kein Zufall, dass Glühlampe und Schlaftabletten in der gleichen Zeitspanne erfunden wurden.

Je mehr wir über die Sterne wissen, um so weniger können wir sie sehen. Konnten unsere Großeltern die Sterne noch mit bloßem Auge erkennen, so werden heute weit ab von der Zivilisation Sternenparks gegründet, wo mit der Dunkelheit viel Geld verdient wird.

Der Hobby-Astronom und seine Vereinsfreunde appellieren an die Vernunft der Verbraucher und Behörden, das Licht verantwortungsvoller durch gezieltes Einsetzen zu nutzen. Zeitweiliges Abschalten oder nur nach Bedarf einschalten, würde die vielen Lichtquellen schon erheblich eindämmen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die richtige Anbringung, gutes Licht blendet nicht und strahlt nach unten, wo es gebraucht wird. Die Landfrauen waren beeindruckt, Licht als Umweltverschmutzung, so hatten sie das noch nie gesehen. Bericht von Helga Tietjen

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Kommentare: 1
  • #1

    Marlene Geestmann (Dienstag, 27 Januar 2015 11:21)

    Hallo, würdet ihr mir bitte die Telefonnummer von Rolf Schäfer senden! LG Marlene

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