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Neuester Bericht:

Der plötzliche Herztod

Die Beverstedter Landfrauen hatten sich einen kompetenten Fachmann für den plötzlichen Herztod eingeladen. Dr. Kai Hartung, Oberarzt am Krankenhaus in Osterholz-Scharmbeck, informierte über Erste Hilfe, Reanimation und Defibrilatoreinsatz.

Seine Ansage war: „Reanimation findet statt bei begründeter Hoffnung auf erneute Stabilisation der Herz-Kreislauf-Situation.“ Aber wann besteht keine Hoffnung mehr? Welches sind sichere Todeszeichen? Hartung bekräftigte: Erst wenn ein Arzt den Tod feststellt, wird nicht mehr wiederbelebt. Ansonsten dürfen die Bemühungen nicht abgebrochen werden. Die Angst, etwas Falsches zu tun, zerstreute der Intensiv-Mediziner: „Es ist wichtig, dass ich etwas tue – wenn ich nichts unternehme, ist der Patient auf jeden Fall tot.“

Am Anfang stehe, sich selbst zu beruhigen und die Absicherung der eigenen Sicherheit. „Die Reanimation beginnt mit einem diagnostischen Block“, erläuterte Hartung. Dazu müsse festgestellt werden, ob der Patient bei Bewusstsein ist: durch Ansprechen, notfalls auch durch massives Probieren, ob er reagiert. Dann müsse man feststellen, ob die Atmung ausgesetzt habe. Die Atemwege müssten freigemacht werden. Eine stabile Seitenlage mit überstrecktem Hals sei richtig, wenn die Atmung noch in Gang sei.

Andernfalls müsse die Reanimation begonnen werden. Nach sechs Minuten Atemstillstand sei das Hirn geschädigt. Die Wiederbelebung führe zu einem geringen Kreislauf und damit zur Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Wenn es ohne Zeitverzug möglich sei, solle man einen Notruf absetzten, aber wichtiger als ein Netz für das Handy zu finden, sei die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff – also Herzdruckmassage bis zu zwei Stunden lang: 100 Stöße pro Minute. Nach 30 mal drücken komme zweimal Beatmung. Und wenn jemand zu Hilfe kommt, sei der Notruf an der Reihe. Dann sollte auch ein Defibrillator geholt werden.

Hartung demonstrierte, wie ein solches Gerät Anweisungen gebe, was zu tun sei. Es analysiere automatisch, ob ein Stromstoß („ein Reset“) notwendig sei. Auch dabei könne man nichts falsch machen.

„Ruhig Umstehende einspannen“, riet der Arzt, „und Aufgaben verteilen!“

 

Text u. Fotos  Arnold Plesse 


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