Landfrauenverein Beverstedt u. Umgebung
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Nachlese
„Tue Gutes und rede darüber!“
Bericht Arnold Plesse

Die Lunestedter Landfrauen trafen sich im Dorphuus, um nach den anstrengenden Tagen der 1150-Jahr-Feier auszuspannen und für sich selbst zu feiern. Das Thema war "Sommerliche Cocktails".
Die Ortsvertrauensfrauen Christa Bock und Helga
Kaune hoben hervor, dass "wir immer, wenn wir aktiv tätig waren und
etwas eingenommen haben, einen Teil davon abgeben". Diesmal waren
das Dorphuus-Team und der Förderverein für das Lubi-Bad an der
Reihe.
Wolfgang Esser konnte für das Dorphuus einen Servierwagen in Empfang nehmen - "den können wir gut gebrauchen". Und Bernhard Behrens sowie Hugo Schaal bekamen Schwimmflügel und einen Geldbetrag. Dafür soll eine Bank im Lubi-Bad aufgestellt werden. Die Landfrauen versprachen: "Wir kommen und sitzen Probe." Alle Gäste dankten den Lunestedter Landfrauen sehr herzlich.
Kirchentour mit Herrn Noeske in der Samtgemeinde Beverstedt
30 LandFrauen treffen sich in der Fabian- u.
Sebastian-Kirche in Beverstedt.
Mit dem Lied „ Geh aus mein Herz u. suche Freud“ stimmten wir uns
auf einen interessanten Nachmittag ein.
Kirchen haben Geschichte, sie erzählen vom Leben in der Gemeinde, vom Leben und Sterben und die Architektur der Kirchen ist Zeugnis der Zeit. Viele Kunstschätze finden wir in den Kirchen.
Die Fabian- u. Sebastian-Kirche ist ein Ableger des Bremer Doms u. wurde erstmalig im Jahr 860 durch den Bischof Ansgar in einer Niederschrift, Wunderheilung einer Frau, erwähnt. Diese Kirche wurde im 19. Jh. gebaut. Die Größe der Kirche verdankt sie der Vorschrift: 1 Feuerstelle in der Gemeinde = 2 Plätze in der Kirche - also 1100 Plätze. Der Altar ist nicht im Osten, sondern im Westen. Auffällig die romanischen Fenster, sie haben eine gotische Form.
Die Kanzel ist über dem dreiflügeligen Altar,
der die Kreuzigung (Mitte), die Geburt Jesu (rechter Teil) u.
(links) Maria mit Ochs u. Esel u. Engeln darstellt.
Zwei Pfeifen der jetzigen Orgel stammen noch von Arp Schnitger
aus dem Jahr 1709.
Das Taufbecken wurde ehemalig als Glocke verwendet, 2001 erhielt
das Taufbecken einen neuen Unterbau, dieser soll Lebensbäume
darstellen.
Kirche „St. Ansgar“ Lunestedt
Eine
moderne Kirche mit klaren Linien, schmalen hohen Fenstern, schlicht
in der Ausführung u. mit einem wunderbaren Glasfenster im Altarraum.
Dem Architekt, Hagen Westphal, war die Verbindung der Farben u.
Baumaterialien zu den Wänden sehr wichtig. Sie wurde 1966
eingeweiht.. 1987 löste sich die Gemeinde von der Fabian- u.
Sebastian- Kirche Beverstedt u. war nun die selbständige St.
Ansgari - Kirchengemeinde - Lunestedt. Beim Bau der Kirche hatte
man damals nicht an Gehbehinderte gedacht. So wurde nach 40 Jahren
ein Teil der Kirche durch eine Glaswand abgeteilt, um ihn als
Gruppenraum mit einer kleinen Teeküche zu nutzen. Dazu kam eine
Behindertentoilette zu ebener Erde.
„Johannes der Täufer“ Kirchengemeinde
Kirchwistedt
Kirchenvorsteher, Hermann Oerding, empfing uns in der Kirche.
Der Graf von Stotel übergab im Jahre 1307 das Amtsgebäude dem
Priester Witstede. Die Kirche wurde dreimal vergrößert. Wunderschön
das Taufbecken mit den 4 Evangelisten, die den Kessel tragen. Die 12
Apostelfiguren sind an den Emporen befestigt. Die Orgel ist ein
Geschenk des 1963 tätigen Pastors, er hatte in der Lotterie
gewonnen. Der Orgelbauer Röver kam aus Beverstedt. Bekannt ist der
Chor „Toowonder“ u. „Das Kirchensofa“ (eine Talkrunde im
Gottesdienst), sehenswert ist die von Kirchwistedtern gestaltete
Bibel. Hinter der Kirche steht eine 1000-jährige Eibe, die fast dem
Umbau des Gemeindesaales zum Opfer fiel.
![]() 1000-jährige Eibe |
![]() Schalenstein Heerstedt |
„Altes Handwerk neu entdecken“
– für dieses Angebot des Landfrauenvereins Beverstedt war die Kulisse und die tolle Anlage des Heimathauses in Wachholz geradezu ideal. Im Namen der Backgruppe des Heimatvereins freute sich Helga Silber, gleichzeitig Vorsitzende des Landfrauenvereins, an dem vorher angekündigten schönen Sommertag auf das gemeinsame Erleben des Brot- und Butterkuchenbackens. Und zwischendurch war Zeit für Aktionen wie „Buttern modern“, Weben und Spinnen. Abschluss war nach fast sechs Stunden Arbeit der gemeinsame Verzehr der drei verschiedenen Brotsorten, bestrichen mit leckerer, selbst hergestellter Butter, sowie des Butterkuchens mit fünf verschiedenen Belägen und eine Begeisterung über das besondere Geschmackserlebnis.
Gut vorbereitet war der Aktionsnachmittag von dem neuen Betreuerpaar des Heimathauses, Edelgard Reuter und ihrem Mann, die Vorsitzende Helga Silber übernahm die Vorstellung der großen Backgruppe, der sie selber seit fast 20 Jahren angehört. Gemeinsam mit ihr „genießen“ Lydia Otjen (seit Gründung dabei), Elke Lührs, Bärbel Horch, Annegret Krohn und Karin Börger die veränderten und jetzt guten Bedingungen mit Backhaus bei den Aktionstagen des Heimatvereins. Fast jede Backfrau hat einen Heizer zu Hause, und für diesen Tag übernahmen Robert Otjen und stellvertretend Kassenwart Rolf Börger die Aufgabe, für die perfekte Hitze des Steinbackofens zu sorgen.
Eine kleine nette Kreativgruppe trifft sich einmal wöchentlich mit Spaß an dem alten Handwerk des Spinnens und Webens in dem seit Herbst 2006 eingeweihten Arbeitshaus. Aus dieser Gruppe versuchten Sanne Borchert und Angelika Schlade den Teilnehmerinnen das Feingefühl und die Hand-Fuß-Koordination zu vermitteln. Ein erstaunliches Wissen und handwerkliche Fertigkeiten hat sich Karin Börger aus eigenem Interesse und Begeisterung für das Weben angeeignet, das sie gerne an die Teilnehmerinnen weitergab.

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In Gruppen aufgeteilt gingen die Bäckerinnen an's Werk, die verschiedenen Brotteige und den Butterkuchenteig anzusetzen. Da es um das alte Handwerk und ursprüngliche Leben ging, wurde alles mit der Hand geknetet, geformt und belegt. |
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| Das Buttern mit Sahne in Konservengläsern so unkompliziert möglich ist, löste bei den Teilnehmerinnen größtes Erstaunen aus. Was davon übrig blieb (Molke), sollte nach getaner Arbeit der Schönheit der Hände dienen. |
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Wichtig war es Helga Silber, dass jede der Frauen vom Ansetzen eines Teiges bis zum Schieben (Backofen) alles durchleben konnte.
Bericht u. Fotos Monika Gremke
„Mit dem Fahrrad auf Gutshoftour“
„Mit dem Fahrrad auf Gutshoftour“ war das Motto für die Mitglieder im Landfrauenverein Beverstedt, als sie auf einer Strecke von 25 Kilometern vier Gutshöfe in der Samtgemeinde Beverstedt erkundeten. Dabei erlebten sie Gutshofatmosphäre, Wohn- und Gartenkultur, Kunst- und Familiengeschichte vom Feinsten. Gleichzeitig beteiligten sich der Verein und die radelnden Frauen damit und einem zusätzlichen Startgeld von zwei Euro an der Aktion des Niedersächsischen Landfrauenverbandes „Landfrauen radeln um die Welt“ zugunsten des Projekts „Kochen mit Kindern“.
| Beeindruckt trafen sich die Frauen mit ihren Fahrrädern vor der herrlichen Kulisse des Gutshofes Stemmermühlen, das von der Familie Rosenbrock bewohnt und mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb geführt wird. Interessant beschrieb Petra Brinkmann kurz die Entstehungsgeschichte, die 1212 mit einer Steinfurth über den Bach an der Mühle („Stemmermühle“) begann. 1934, in wirtschaftlich schwerer Zeit, wurde das Gut von der Niedersächsischen Landgesellschaft gekauft, an 18 Familien als Haupt- und Nebengewerbe aufgeteilt und das Gutshaus unter Denkmalschutz gestellt. Mit entsprechenden Auflagen lebt die Familie Rosenbrock hier in vierter Generation. Nicht selbstverständlich, aber faszinierend für die Landfrauen, die erwürdigen, gut erhaltenen Räume besichtigen und mit modernem Leben spüren zu können. |
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| Beim Rittergut Wellen wurde den wissbegierigen Frauen durch die Erklärungen von Bruno von der Hellen schnell auch die Verbindung (Heirat) zum Gut Stemmermühlen deutlich. Seit 223 Jahren im Besitz der Familie von der Hellen betreibt Nachfolgerin Cornelia von der Hellen seit zwei Jahren mit ihrem Mann Ralf eine erfolgreiche, zertifizierte Forstwirtschaft. Ein herrlicher, gepflegter Rhododendren-Park, verteilte Sitzecken luden absolut zum Genießen ein. |
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| In das Erleben auf dem Gut Dohren führte Nachfolgerin Frauke Hüchting mit der Führung, Erklärung ihrer Arbeit und des Ablaufs in der Kornbrennerei ein, in der im Winter der eigene angebaute Roggen und Weizen für industrieelle Zwecke verarbeitet wird. Mit dem ihnen eigenen Blick für Gärten begeisterten sich die Landfrauen für die gepflegte und von Frauke Hüchting mit viel Phantasie und gestalterischen Elementen ausgestattete Anlage, in der sich auch die Sommergäste wohl fühlen können. |
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In eine Gemäldegalerie versetzt fühlen konnten sich die Teilnehmerinnen in der Eingangshalle des Rittergutes Osterndorf. In ihrer lebendigen Art erzählte Margret Siegel ein Stück Familiengeschichte und vor allem vom Künstler Karl Vinnen (Bruder ihres Großvaters), der mit inniger Liebe zur Natur nicht nur Gutsherr war, sondern zusammen mit Fritz Mackensen und Otto Modersohn zu den „ersten Worpswedern“ gehörte.

Bericht u. Foto Monika Gremke
„Wir bringen was zum Blühen“
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Nicht das 60-jährige Bestehen des NLV war diesmal der Grund für die Pflanzaktion in Bienenform, sondern der 1150. Geburtstag Lunestedts. Die Ortsvertrauensfrau
Helga Kaune, von der Ortsgruppe Lunestedt II, hatte 400
Tagetes vorgezogen, um sie mit ihren Landfrauen pünktlich
zum Geburtstag am Lunestedter Dorphuus zu pflanzen. |
![]() Musterbiene auf Folie aufgemalt u. ausgeschnitten |
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![]() Man kann schon eine Biene erkennen |
![]() Blick aus luftiger Höhe |
![]() Helga Silber, Vorsitzende des LandFrauenvereins Beverstedt, freut sich über die Beetbepflanzung |
Boule-Turnier der Beverstedter LandFrauen

Wer trifft am besten? Bei Boule geht es darum, der kleinen Kugel so nahe wie möglich zu kommen.
Unter dem Motto "Das kann jede Frau"
waren die Damen zum ersten Mal zum Boule-Turnier auf dem herrlich
zwischen hohen Baumbestand gelegenen Platz der Gemeinde gekommen.
Peter Kuhlmann als Fachmann aus der Senioren-Boulegruppe war in
seinem Element, als er den Damen die Spielregeln erklärte. "Bienen"
gegen "Dachse".
Zusammen
mit Helmut Meyer betreute er die beiden Bahnen, auf denen die
schnell gebildeten Mannschaften als "Ameisen", "Bienen", "Dachse",
"Eidechsen", "Füchse" und "Käfer" mit je drei Spielerinnen zum
Kennenlernen des Spiels bald ihr Vergnügen und dabei auch noch
Zuschauer fanden. "Wenn das ankommt, machen wir das jedes Jahr
einmal", versprach die Landfrauenvorsitzende Helga Silber.
Der Boule-Platz, der auf Initiative der Seniorengruppe in Beverstedt von der Gemeinde angelegt wurde, findet für kleine Turniere der Senioren und örtlicher Interessengruppen, aber auch für private kleine Spieltreffen guten Zuspruch in der Samtgemeinde.
Bericht u. Foto Monika Gremke
Kräuterwanderung mit Maren Suhr, Wellen
| An zwei Nachmittagen sind wir mit 8 Frauen bei bestem Wetter auf Kräutersuche gegangen. Erst haben wir den Huflattich, das Johanniskraut, die Wilde Möhre u. v. m. in der Sandkuhle gefunden. Weiter ging es am Wegesrand. Hier wächst ein tolles Kraut, der Giersch. Verhasst im Garten, aber wunderbar in der Küche zu verwenden. Gesammelt haben wir auch Brennnessel, Gundermann, Sauerampfer, Löwenzahn usw. Im Garten haben wir die Kräuterspirale besichtigt und mediterrane Kräuter und den Bärlauch gesammelt. |
![]() Kräuter suchen am Wegesrand |
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![]() Huflattich |
![]() Gundermann |
![]() Kräuterspirale |
| In der Küche wurde erst Kräuteressig und Bärlauchöl hergestellt. Dann ging es in kleinen Gruppen an die Herstellung von Kräutersalz, Bärlauchpesto, Kräutersuppe, Kräuterkartoffeln, Sauerrahmsoße, Gurkensalat und einer Buttermilch-Waldmeister-Creme. Es roch sehr aromatisch nach Kräutern in meiner Küche. |
![]() Stöbern in Kräuterbüchern |
![]() Buttermilch‑Waldmeister‑Creme |
Anschließend ließen wir uns die Köstlichkeiten schmecken. Dazu gab es eine Wiesenkräuter Limonade und Tee von frischer Apfelminze.
Maren Suhr
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„Die Hochzeit des
Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart 20 Teilnehmer konnte Gerd Böhm im Gemeindehaus in Beverstedt begrüßen. Humorvoll und ausführlich verstand es Herr Böhm uns auf die Oper vorzubereiten. So bekamen wir einen intensiveren Einblick in die Oper und konnten uns gut vorbereitet auf unseren Theaterbesuch freuen.
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„Beverstedt – damals und heute“
Herr Gerhard Furtwängler hielt einen Diavortrag über Beverstedt „damals u. heute“. Über 200 Bilder vom Trauzimmer des Bürgermeisters, alten Kneipen, Kopfsteinpflasterstraßen, Tankstelle mit Handhebel, Molkerei, Gefängnis im Spritzenhaus usw. Mit der Überblendung der Bilder aus zwei Projektoren wurden Veränderungen deutlich.
Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts holte uns in die Gegenwart zurück u. berichtet über Ortsumgehung, A 22, Schulangebot, Verkehrsverbindungen, Anrufsammeltaxi, Verbrauchermärkte u. guter Infrastruktur.
Dieser Abend machte deutlich, welch rasante Entwicklung Beverstedt von „damals bis heute“ gemacht hat.

Bild Gerhard Furtwängler (agp)
Heilfasten mit Elvira Böhmer
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Seit vielen Jahren begleitet Elvira Böhmer die Beverstedter LandFrauen beim Fasten. Vom 11.3. bis17.3. hatte eine nette Gemeinschaft zusammen gefunden. Die Fastenwoche begann mit einem Entlastungstag. Viele Ballaststoffe zu sich nehmen u. zur Ruhe kommen. In der Fastenwoche traf man sich täglich, um sich auszutauschen. Fasten ist ein natürlicher Vorgang u. sorgt für ein herrliches Körpergefühl. Es reinigt, entgiftet u. entlastet Gelenke u. tut dem Körper u. der Seele gut. Frau Böhmer verstand es, viel Wissenswertes über gesunde Ernährung zu vermitteln. Am Abend des Fastenbrechens, las sie noch eine nette Kurzgeschichte von Herrn Hirschhausen über das Fasten vor, der behauptet “Den Körper auszuhungern soll die Seele nähren“.
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| Hafer quetschen für das morgendliche Frühstück | Selbstgebackene Brötchen | |
Alles Vorbereitungen für die gesunde Ernährung nach dem Fasten.
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Der letzte Tag der Fastenwoche schloss mit einem letztmaligen Austausch u. gemeinsamen Apfelessen.
Hofbesichtigungen
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Aufgrund des Vortrages von Frau Petra Joost,
besichtigten wir den Biolandbetrieb von Jürgen Rademacher in
Beverstedt/Thaben und den konventionell bewirtschafteten
Milchviehbetrieb Wilhelm Mehrtens in Appeln. Jürgen Rademacher hat seine Betrieb1995 auf ökologischen Landbau umgestellt. Er ist dem Bioland-Verband angeschlossen. Bioland steht für ökologische Landwirtschaft und regelmäßige Kontrollen. Herr Rademacher bewirtschaftet den Hof allein, manchmal hat er eine Aushilfskraft (für ca. 55 Kühe)
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Der Betrieb Wilhelm Mehrtens bewirtschaftet
seinen Hof mit seinem Sohn. Der Fischgrätenmelkstand wurde
2009 in Betrieb genommen. Um eine zukünftige
Existenzsicherung zu gewährleisten, muss man auf
betriebliches Wachstum setzen. So ein Familienbetrieb
erfordert betriebswirtschaftliches Denken und Handeln. Es
ist mit hohen Risiken von Investitionen in Gebäuden u.
Milchquoten verbunden.
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Landwirtschaft im Wandel der Zeit
Referentin Dipl.-Ing. agr. Frau Petra Joost, Altwistedt
Frau Joost ist Spezialberaterin in der Milchviehhaltung und berichtete in ihrem Vortrag über die Veränderungen der Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren. Mit Bildern „gestern und heute“ und vielen Daten, stellte sie den Wandel des landwirtschaftlichen Einkommens dar. Die Veränderung im Familienbetrieb, den Menschen als Arbeitskraft u. seine Qualifikationen in Betriebsleitung sowie das Image der Landwirtschaft im Wandel der Zeiten.
Bis zum 2. Weltkrieg ist die Entwicklung der Landwirtschaft in unterschiedlichen Phasen verlaufen. Am Anfang lebten nur wenige Menschen. Sie ernährten sich hauptsächlich von Tieren u. Früchten, die aus der Natur kamen. Mit steigenden Bevölkerungszahlen entstanden bäuerliche Betriebe mit Ackerbau u. Viehzucht, es galt landwirtschaftliche Selbstversorgung.
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Ende des 18. Jahrhunderts wurden Pflanzen aus
Amerika importiert. Eine bessere Tierfütterung war möglich,
so dass die Tierbestände wuchsen. Dadurch wurde stärker
gedüngt u. die Bodenqualität verbessert. Anfang des 19.
Jahrhunderts bildeten sich eigenständige Familienbetriebe u.
die Produktion wurde ständig gesteigert, auch war man immer
noch auf Menschenkraft angewiesen. Jetzt ging es darum,
immer schneller Nahrungsmittel zu produzieren. In der Zeit
von 1949-60 konnten auf den Feldern immer mehr Maschinen
eingesetzt werden u. der Einsatz von künstlichen Dünger und
Pestiziden erleichterte den Menschen die Arbeit. Die
Industrie war infolge des Krieges produktionsunfähig.. So
fanden Hunderttausende Arbeit in der Landwirtschaft. Es
wurde keine Rücksicht auf ökologische Verträglichkeit
genommen, es gab eine weit reichende Rationalisierung in der
Landwirtschaft. Dann kam die
Spezialisierung der Agrarstruktur.
Durch die Marktordnungsregeln der EU ist der Konkurrenzdruck so erhöht, dass weitere Produktionssteigerung unvermeidlich war. Die Entwicklung der Landwirtschaft ist ein Kreislauf. Man startete naturverbunden. Heute hat man die Bedeutung der Natur wieder erkannt und fängt wieder an, sich an einen naturnahen Zustand auszurichten, das ermöglicht eine langfristige Sicherung der Erträge und ist lebensnotwendig. |
![]() Frau Petra Joost |
LandFrauen im Lesefieber 
In diesem Jahr ist erstmals die Samtgemeinde Beverstedt vom Lesefieber erfasst. Die Beverstedter haben sich vom Lesefieber in Hagen anstecken lassen. 7 Tage lang wurde in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Beverstedt von Bürgern, Autoren, Pastoren, Schulkindern, LandFrauen, Geschäftsleuten u. vielen anderen, oft an ungewöhnlichen Orten, vorgelesen.
Insgesamt ca. 12 LandFrauen unseres LandFrauenvereins lasen an verschiedenen Orten.
Lesen ist sehr wichtig, es regt die Phantasie an, man kann sich in andere Zeiten oder Personen versetzen, das gilt auch für den Zuhörer. Es hat den Vorlesenden u. Zuhörern sehr viel Spaß gemacht.
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Gudrun
Plesse organisierte eine Buchausstellung im Dorphuus. Ein "Lesekind" vor der Tür lud alle ein. |
Helga Kaune liest aus alten Poesie-Alben |
Roswitha
Friedrichs liest aus "Bremerhavener Geschichten" von Hermann Gutmann |
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Anne
Candler liest in der Apotheke "Harry Potter" auf plattdeutsch |
Bei Tee u. selbstgebackenen Keksen lauschte man im Schafstall lustigen und nachdenklichen Geschichten |
Gibt’s im Himmel auch Spaghetti?
Referentin: Pastorin Frau Naatjes-Schroeter 
Am 21.02. und am 25.02. fand in Zusammenarbeit mit dem Landfrauenverein der Vortrag "Gibt’s im Himmel auch Spaghetti- Mit Kindern über Tod und Sterben" im Beverstedter Gemeindehaus statt.
Am ersten Abend waren ca. 40 Personen gekommen, überwiegend Frauen aus der Großmuttergeneration. Ob das Thema für Eltern zu weit weg ist oder ob diese keine Zeit hatten, können die Referentinnen nicht beurteilen. Drei Männer nahmen an der Veranstaltung teil.
Am ersten Abend wurde über den Umgang mit Tod und Sterben in unserer Gesellschaft allgemein gesprochen. Frau Naatjes-Schroeter referierte über die unterschiedlichen Vorstellungen bzgl. des Lebens nach dem Tod. Besonders interessant für die Teilnehmerinnen war der Teil des Vortrags, in dem es darum ging, wie und wann man mit Kindern über das Thema ins Gespräch kommt. Kinder gehen in verschiedenen Altersstufen unterschiedlich mit Tod und Sterben um. Es gab einige Fragen aus dem Publikum, aber es wurde auch von eigenen Erfahrungen berichtet, so dass sich ein lebhaftes Gespräch ergab.
Bereits am ersten Abend stellten sich auch die beiden anderen Referentinnen vor: Gwendolyn Sonnekalb, die das Trauercafe im BEW ins Leben gerufen hat und Brigitta Bauchrowitz - eine Landfrau und ehemalige Grundschullehrerin, die sich intensiv mit Bilderbüchern zum Thema auseinandergesetzt hat. Am zweiten Abend wurden von ihr 12 Bilderbücher für verschiedene Altersgruppen vorgestellt. Für alle, die gerne mit Medien arbeiten, wurde außerdem der Film "Willi wills wissen - Tod" gezeigt. Ein Film, der unter den Teilnehmerinnen teilweise Tränen auslöste, denn so intensiv beschäftigt man sich sonst nicht mit dem Thema.
Am zweiten Abend waren weniger Teilnehmende da, aber es gab im Anschluss auch noch Gespräche mit Betroffenen, in deren Familie ein Todesfall eingetreten ist. Insgesamt ist das Resümee positiv. Schade, dass die Elterngeneration das Angebot kaum genutzt hat.
Frau Naatjes-Schroeter wäre gerne bereit, den Vortrag auch in anderen LandFrauenvereinen zu halten.
Jahreshauptversammlung
60 Jahre LandFrauenverein Beverstedt u. Umgebung
Die 1. Vorsitzende, Helga Silber, eröffnet die Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr und begrüßte, trotz der z. Zeit sehr schwierigen Winterverhältnisse, 102 LandFrauen im Gemeindesaal der Kirche. Zur Einstimmung gab es vor Beginn der Versammlung eine Power-Point-Präsentation mit Rückblick auf 60 Jahre LandFrauenverein Beverstedt u. Umgebung. Protokoll, Jahresrückblick, Berichte aus Kreis-, Landes- und Bundesverband, Kassenbericht, Satzungsänderung u. Wahlen der 1. Vorsitzenden, 2. Vorsitzenden, Schriftführerin, stellv. Kassenführerin u. 5 Beisitzerinnen u. Bestätigung der gewählten Ortsvertrauensfrauen standen auf der Tagesordnung.
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| Gewählter Vorstand | OrtsvertrauensFrauen | Neue Mitglieder |
Helga Silber gibt bekannt, dass der Verein heute das 600. Mitglied ehren kann. Die anwesenden neuen Mitglieder werden herzlich begrüßt. Den Ortsvertrauensfrauen wird mit einer Tulpe u. einer LandFrauentasche für ihr Engagement gedankt. Einen Frühlingskorb erhielten Ilse Oerding und Margret Junge, die stets im Gemeindehaus die Vereinsabende vorbereiten. Ein Höhepunkt des Abends war der Rückblick der ehemaligen Vorsitzenden, Marlisa Ahrens. Sie verstand es, trotz später Stunde, manches Schmunzeln auf die Gesichter der LandFrauen zu zaubern. Die Vorgängerin von Helga Silber, Ilsemarie Haaren, berichtet über wichtige Stationen ihrer 18-jährigen Vorstandsarbeit. Helga Silber schloss den Abend mit einem kurzen Ausblick in das neue LandFrauenjahr. Sie bedankte sich für das gute Miteinander bei allen und deren Engagement ehrenamtlich für den LandFrauenverein tätig zu sein.
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1. Vorsitzende begrüßte 600. Mitglied |
Vorsitzende 1976-1990 |
Vorsitzende 1990-2008 |

1.
Vorsitzende Helga Silber mit ihren
Vorgängerinnen Marlisa Ahrens und
Ilsemarie Haaren
LandFrauenfrühstück mit der Moderatorin Silke Böschen als Gast
200 Damen konnte Vorsitzende Helga Silber zum LandFrauenfrühstück im Landgasthof Oerding in Kirchwistedt begrüßen. Es gab ein leckeres u. reichhaltiges Frühstück an winterlich hübsch geschmückten Tischen.
Silke Böschen
von Beverstedt nach Berlin – von der Nordsee-Zeitung ins
Erste Deutsche Fernsehen
| Die Großmutter von Silke Böschen war Gründungsmitglied des LandFrauenvereins Beverstedt vor 60 Jahren. Lebendig berichtete Silke Böschen von den vielen Stationen in ihrem Berufsleben. Nach dem Abitur im Kreisgymnasium Bremerhaven, absolvierte sie ein zweijähriges Volontariat bei der Nordsee-Zeitung, dort arbeitete sie in der Landkreisredaktion. Mit dem geliehenen Fotoapparat ihres Vaters machte sie sich auf den Weg zum Schützenverein Stemmermühlen, um über das Schützenfest zu berichten. Eigentlich nicht ihre Welt. Sie hätte lieber für den literarischen, kulturellen oder unterhaltsamem Teil der Zeitung geschrieben. Danach studierte Silke Böschen in Dortmund Politik, Volkswirtschaft u. Journalismus.1998 ging sie der Liebe wegen nach Berlin, arbeitete für den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg, moderiert das politische Magazin „Klartext“, später führt sie durch die Sendung „Kontraste“ im Ersten. Die vielseitige Moderatorin hat viele interessante Interviews machen dürfen, bekannte Persönlichkeiten waren ihre Interviewpartner. Höhepunkte in ihrer Karriere war die Wiedereröffnung des Olympiastadions mit B. Kerner. Im April 2009 brachte Silke Böschen eine kleine Tochter, Fanny, zur Welt. Sie genießt die Zeit mit ihrem ersten Kind. Für die LandFrauen war es etwas Besonderes, im Jubiläumsjahr die Enkelin eines Gründungsmitgliedes (1950) als Referentin zu Gast zu haben. |
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| Silke Böschen u. Mutter |